Wacken Open Air : Gut gekühlt und tiefenentspannt

Angekommen: Das Zelt steht, der Pool ist gefüllt und das Bier läuft zur Freude der aus Hessen angereisten Fans.  Fotos: Alles
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Angekommen: Das Zelt steht, der Pool ist gefüllt und das Bier läuft zur Freude der aus Hessen angereisten Fans. Fotos: Alles

Wacken Open Air: Die Anreise zum größten Heavy-Metal-Festival der Welt läuft auf Hochtouren. Heute geht’s los.

shz.de von
01. August 2018, 05:00 Uhr

„Living next door to Alice“ dröhnt es aus den Boxen. Tiefenentspannt sitzen Laura, Alex, Michael, Felix, Simone und Sebastian auf ihren Stühlen und lauschen der Musik. „Wir sind gerade angekommen und der Aufbau unseren Camps ist fast beendet“, sagt Michael, der sich wie alle anderen erst einmal ein gekühltes Bier gönnt.

Dass es gerade einmal 10 Uhr morgens ist, stört hier keinen. Schließlich sind sie „auf Wacken“. Aber die Musik! Smokie? Hits aus den 80er Jahren? Und das auf einem Metal-Festival. Da muss man wirklich tiefenentspannt sein, um das zu ertragen. „Wir sind 500 Kilometer aus Fulda angereist und glücklich, endlich auf dem „Holy Ground“ zu sein – da ist es uns im Moment völlig egal, welche Musik läuft“, sagt Felix, der eigentlich ein hartgesottener Metalfan ist. „Wir haben aber einen „falschen Metaler“ dabei, der nur uns zur Liebe mitgekommen ist und eigentlich immer nur so softe Musik hört“, erzählt der Hesse.

Gründlichkeit, die zählt aber auch hier. So hat Felix gemeinsam mit seinen Freunden nach der Ankunft einen genauen Plan aufgestellt: „Hänger ausladen – Bier trinken – Zelte und Pavillon aufbauen – Bier trinken – Pool befüllen – Bier trinken, noch ein Bier trinken und noch mehr Bier trinken.“

Ähnlich geht es bei den Karlsruhern Patrick, Dirk, Mona, Steffi und Janine zu. Ohne Stau seien sie nach Wacken gekommen. Erste Anlaufstelle, bevor es auf das Festivalgelände geht, ist der Edeka-Parkplatz. „Das ist ein Ritual – hier treffen wir uns mit Freunden“, sagt Patrick, der es sich auf dem Autodach bequem gemacht hat. Natürlich mit einem Bier in der Hand. Dass die Temperaturen mittlerweile in die Höhe schießen, stört ihn nicht. „ Bei dem Wetter muss man halt viel trinken“, sagt er und zeigt auf sein Dosenbier. Dass Alkohol jedoch kontraproduktiv sei, erklärt ihm Mitfahrerin Steffi, die vorsichtshalber auch Sonnenschirm, Staubschutztücher und Sonnencreme eingepackt hat. „Den Rest besorgen wir hier im Ort“, sagt Patrick, der sich nun erst einmal auf den Aufbau freut. „Mit jedem aufgebauten Zelt feiern wir Richtfest – natürlich mit einem gekühlten Bier“.

Bereits am Montag reisten die ersten Festivalbesucher an, so dass es rund um Wacken zu stundenlangen Staus kam. Glücklicherweise öffneten die Veranstalter die Campingplätze acht Stunden früher als geplant. Die Anreise gestern verlief für die Metalheads daher wesentlich entspannter.

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