Qualitätskontrolle : Gütesiegel für Trinkwasser

Freuen sich über das neue Zertifikat (von links): Die Landräte Torsten Wendt (Steinburg) und Dr. Jörn Klimant (Dithmarschen), Bürgermeister Stefan Mohrdieck (Brunsbüttel), Dr. Frank Nägele als Aufsichtsratsvorsitzender, Verbandsvorsteher Heiner Barnick, egeb-Geschäftsführer Dr. Guido Austen und Dr. Torsten Birkholz (DVGW).
Freuen sich über das neue Zertifikat (von links): Die Landräte Torsten Wendt (Steinburg) und Dr. Jörn Klimant (Dithmarschen), Bürgermeister Stefan Mohrdieck (Brunsbüttel), Dr. Frank Nägele als Aufsichtsratsvorsitzender, Verbandsvorsteher Heiner Barnick, egeb-Geschäftsführer Dr. Guido Austen und Dr. Torsten Birkholz (DVGW).

Externe Gutachter überprüfen Qualität und Versorgungssicherheit in Steinburg und Dithmarschen.

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16. Dezember 2014, 05:00 Uhr

Wacken/ Brunsbüttel | Alles Leben auf der Erde stammt aus den Urmeeren. Wasser ist unverzichtbar für den menschlichen Organismus. Es ist eines der wichtigsten Lebensmittel – und es steht uns rund um die Uhr zur Verfügung. Hahn auf, das Wasser fließt. So einfach klingt das. Doch es ist äußerst aufwendig, Wasser in immer der gleichen Güte an die Verbraucher zu liefern.

Zum wiederholten Mal ist jetzt dem Zweckverband Wasserwerk Wacken und der egeb-Wirtschaftsförderung bescheinigt worden, dass beide diese Aufgabe auf hohem Niveau erledigen. Sie wurden vom Deutschen Verein des Gas- und Wasserfaches (DVGW) neu zertifiziert. Die Urkunden überreichte Dr. Torsten Birkholz vom DVGW im Rahmen einer Aufsichtsratssitzung an Verbandsvorsteher Heiner Barnick und Dr. Guido Austen, Geschäftsführer der Entwicklungsgesellschaft Brunsbüttel.

Bevölkerung und Industrie in den Kreisen Dithmarschen und Steinburg wird damit von den externen Gutachtern einmal mehr bestätigt, dass ihr Wasser von hoher Qualität ist, dass es sicher und zuverlässig geliefert wird und dass es im Hinblick auf die Bewirtschaftung des Grundwasservorkommens in der Region auch nachhaltig produziert wird.

Austen weist darauf hin, dass eine solche strikte Qualitätssicherung Teil der Lieferverträge mit allen Kunden ist. Die Kunden haben ein Anrecht auf eine gleichbleibend hohe Qualität des Trinkw assers. Die Industriekunden des Zweckverbandes im Wirtschaftsraum Brunsbüttel unterziehen das Wasser in ihren Werken für bestimmte Produktionsprozesse sogar noch weiteren Kontrollen und Entsalzen das Trinkwasser bis hin zum Niveau destillierten Wassers. Während im Versorgungsgebiet der drei Wasserwerke des Zweckverbandes die Wasserverbände Süderdithmarschen und Unteres Störgebiet für die Betreuung der Privatkunden und die Abrechnung mit ihnen zuständig sind, hat der Zweckverband als Eigentümer der Wasserwerke die Betriebs- und Geschäftsführung der Entwicklungsgesellschaft übertragen. Diese Aufgabenteilung hat ihre historischen Wurzeln im Aufbau des Industriegebietes Brunsbüttel, erläutert Austen.

Zur Zeit der ersten Ansiedlung von Unternehmen sei 1977 das Wasserwerk Wacken gegründet worden. Da eine Kernaufgabe der egeb damals wie heute die Entwicklung des Industrieparks ist, übertrug das Land ihr von Anfang an die Geschäftsführung des Wasserwerks in Wacken. 1986 übernahm der Zweckverband Wasserwerk Wacken das Eigentum, weil es in öffentliche Hand zurückkehren sollte. Mit einer jährlichen Förderleistung von sieben Millionen Kubikmetern zählt der Verband zu den größten Versorgern in Schleswig-Holstein. Am Zweckverband hält der Kreis Steinburg 50 Prozent der Anteile, die andere Hälfte teilen sich die Stadt Brunsbüttel und der Wasserverband Unteres Störgebiet.

Die Geschäftsführung übertrug der Verband von Anfang an wieder der Entwicklungsgesellschaft, die mit sieben Wasserwerkern in ihrer technischen Abteilung die Wasserversorgung über ihre Werke in Kuden, Wacken und Warringholz sicherstellt.

Im Rahmen der aktuellen Zertifizierung mussten rund 600 Fragen zur Organisation des Unternehmens, der fachlichen Kompetenz der Mitarbeiter und zu den Anlagen des Zweckverbandes beantwortet werden. „Auf den Prüfstand kam auch der Bereitschaftsdienst, damit Störungen schnellstens behoben werden können“, betonte Austen.
 

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