Bildung : Grundstein für spezielle Schule

Schnell an der Kelle: Heinz Seppmann mauert den Grundstein mit Schulmotto, Foto der aktuellen Berufsschüler, Kleingeld und aktueller Tageszeitung ein. Beobachter sind (v. l.) Architekt Ronald Voigt, Schülersprecherin Lisa Schwarze, Schulleiterin Maren Lutz sowie Volker Susemihl und Martin Dethlefsen aus der Kreispolitik.
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Schnell an der Kelle: Heinz Seppmann mauert den Grundstein mit Schulmotto, Foto der aktuellen Berufsschüler, Kleingeld und aktueller Tageszeitung ein. Beobachter sind (v. l.) Architekt Ronald Voigt, Schülersprecherin Lisa Schwarze, Schulleiterin Maren Lutz sowie Volker Susemihl und Martin Dethlefsen aus der Kreispolitik.

Neues Förderzentrum geistige Entwicklung entsteht neben Regionalem Berufsbildungszentrum in Itzehoe.

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12. Juni 2018, 05:00 Uhr

Die Maurerkelle hat der stellvertretende Landrat nicht zum ersten Mal in der Hand. Heinz Seppmann braucht gestern Vormittag nur einen kurzen Moment, dann ist alles schier: Der Grundstein für den Neubau der Steinburg-Schule am Juliengardeweg ist gelegt.

Passend zum Anlass zitiert Leiterin Maren Lutz das Schulmotto: „Alle sagten: Das geht nicht. Da kam einer, der das nicht wusste, und hat es gemacht.“ Vor einigen Jahren sei es ein „riesiger Traum“ gewesen, einen Neubau für die Schule mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung neben dem Regionalen Berufsbildungszentrum zu errichten. Jetzt wird er dort umgesetzt, wo im vergangenen Herbst die frühere Jugendherberge abgerissen wurde. Damit das Gelände ein einheitliches – und behindertengerechtes – Höhenniveau hat, wurde es ausgeglichen, in Richtung Tennisplatz wurde eine Stützwand installiert. Seit Mai läuft der Hochbau, die Fundamente und die Sohle sind fertig.

„Es ist gut, dass es so zügig umgesetzt wird“, sagt Seppmann. Der Kreis wolle den Kindern und Jugendlichen mit Behinderung behilflich sein, „das ist eine originäre Pflichtaufgabe“. Einigen Vorlauf habe der Ersatzbau für die Niederlassung in der Brunnenstraße gebraucht, aber der stellvertretende Landrat hält fest: „Wir wollen, dass diese behinderten Menschen in unserer Gesellschaft gleichrangig behandelt werden und sich wohlfühlen.“ 4,73 Millionen Euro werden dafür investiert, und – so ein typischer Seppmann in Richtung der beteiligten Firmen – „mehr Geld haben wir nicht“.

Gut 150 Kinder und Jugendliche besuchen die Steinburg-Schule, 40 von ihnen ab der 10. Klasse sollen dereinst in dem Neubau am Juliengardeweg in vier Klassen gefördert werden, so Lutz. „Wir sind eine spezielle Schule, gehören aber eindeutig zum allgemeinbildenden Schulsystem.“ Eine enge Kooperation mit dem benachbarten RBZ und seinen Werkstätten sei geplant. Ein gemeinsames Werkprojekt läuft, bei dem sich die Steinburg-Schüler einmal in der Woche in der Berufsschule treffen. Themen seien künftig das Arbeiten mit Holz und Metall ebenso wie Hauswirtschaft, Praktika, Wohnen, Freizeit und die persönliche Lebensplanung. In den Sommerferien 2019 soll der Neubau bezogen werden.

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