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Norddeutsche Rundschau

13. Dezember 2017 | 10:52 Uhr

Bildung : Grundschule wird neu gebaut

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Pläne für den Herzhorner Neubau stießen im Schulverband auf breite Zustimmung. Während der Bauphase gibt es Unterricht in Kollmar

von
erstellt am 19.Jul.2017 | 05:30 Uhr

In den Osterferien 2018 soll das vorhandene Gebäude abgebrochen werden und am Ende der Sommerferien 2019 das neue Schulgebäude in Herzhorn stehen. Diesen Zeitplan beschloss der Schulverband Glückstadt auf seiner jüngsten Sitzung. Jetzt steht auch weitgehend die Ausführungsplanung, wie sie vom beauftragten Architektenbüro BPV aus Hamburg erarbeitet worden war. Architekt Henning Scheit vom Planungsbüro erläuterte ausführlich den Raumplan, die Grundrisse, die Lage des Gebäudes und die Außenansichten. Von allen Seiten gab es nur Zustimmung, so dass die Verwaltung die Planungsleistungen auf dieser Grundlage jetzt weiter voranbringen und den Bauantrag stellen kann.

Schulverbandsvorsteherin Manja Biel war zufrieden: „Die Größe des Gebäudes muss mit der inneren Funktion zusammenpassen. Das war nicht ganz einfach hinzubekommen. Durch die vorgestellte Fotomontage des Architekten konnten aber alle gut erkennen, wie sich das Gebäude in den Ort einfügt.“ Dankbar zeigte sie sich über die gute Zusammenarbeit mit dem Kollegium der Schule, das sich stets konstruktiv eingebracht habe. „Alle wurden bei den Vorplanungen mitgenommen und stehen jetzt hinter dem Ergebnis.“

Die ersten Planungsschritte liegen bereits ein Jahr zurück. In einer Expertise hatte ein Architektenbüro einen Vergleich zwischen Sanierung und Neubau durchgeführt. Das 1955 erbaute Schulgebäude entspricht nicht mehr dem energetischen Standard und den pädagogischen Anforderungen. Eine Sanierung stellte keine wirtschaftliche Lösung dar, so dass der Grundsatzbeschluss zum Neubau erfolgte. Das mit der Schulleitung entwickelte Raumprogramm sieht neben vier Klassenräumen mit dazugehörenden Gruppenräumen zwei Fachräume für Musik und Kunst vor, sowie Räume für Förderunterricht, den Ganztagsbetrieb mit Essen und Betreuung, die Haustechnik und die Verwaltung mit dem inzwischen umfangreicheren pädagogischen Personal.

Im Auswahlverfahren fiel die Entscheidung auf das Architektenbüro BPV, das bereits in Hamburg mehrere Schulbauten geplant hat. Ausschlaggebend war in deren Entwurf die große, zweigeschossige zentrale Halle mit Tribünentreppe. Schulleiterin Carola Frank-Heyse: „Mit dieser breiten Freitreppe, die vor dem Musikraum mit einer zu öffnenden Wand liegt, können wir Aufführungen ohne großen Aufwand realisieren, denn die Zuschauer sitzen dann auf den Treppenstufen.“ Im Eingangsbereich ist ein Schuhraum geplant. Die Schule verfolgt bereits seit Jahren das „Hausschuhprinzip“. Bürgermeister Wolfgang hatte zunächst Bedenken wegen des massiven Baukörpers, der den Schulhof deutlich verkleinert: „Inzwischen habe ich die Vorteile erkannt. Ich habe mich auch über das einstimmige Votum der Schulverbandsversammlung gefreut. Alle stehen dahinter und haben damit den Schulstandort Herzhorn langfristig gesichert.“

Durch eine mehrstufige Dachlandschaft fügt sich der Gebäudekörper gut in die vorhandene Bebauung ein. Im Haushalt 2018 sind für den Neubau 3,8  Millionen Euro eingeplant. Dazu kommen noch Kosten für die Freiraumplanung und die Interimslösung für den Schulbetrieb während der Bauphase. Die Schüler aus Herzhorn sollen in dieser Zeit am Schulstandort Kollmar unterrichtet und mit einem Bus zwischengefahren werden. Schon im Herbst diesen Jahres erhält die Sporthalle eine eigene Heizung, denn jetzt wird sie über das Schulgebäude versorgt.

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