Bildung : Grundschüler für Chemie begeistern

Im roten Koffer verbirgt sich ein kleines Chemielabor, das Dr. Silke  Jansen (li.) zur Freude von Samantha, Hans, Pauline und Justin mitgebracht hatte. Auch Bürgermeister Stefan Mohrdieck, Schulleiter Uwe Niekiel und Bürgervorsteherin Karin Süfke waren begeistert.
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Im roten Koffer verbirgt sich ein kleines Chemielabor, das Dr. Silke Jansen (li.) zur Freude von Samantha, Hans, Pauline und Justin mitgebracht hatte. Auch Bürgermeister Stefan Mohrdieck, Schulleiter Uwe Niekiel und Bürgervorsteherin Karin Süfke waren begeistert.

Boy-Lornsen-Schule in Brunsbüttel: Lanxess spendiert Experimentierkoffer für ebenso einfache wie ungefährliche Versuche im Klassenzimmer.

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19. Juni 2014, 17:00 Uhr

Was passiert, wenn Wasser mit Zucker, Salz, Öl oder Essig gemischt wird? Eine Frage, die Schüler der Brunsbütteler Boy-Lornsen-Grundschule bald leicht beantworten können. Denn seit gestern steht ihnen ein eigenes kleines Chemielabor zur Verfügung. Untergebracht in einem roten Koffer, finden sich dort die nötigen Utensilien, um einfache und vor allem ungefährliche Experimente mit Zutaten aus der Küche vornehmen zu können. Den Koffer samt einer Arbeitsanleitung für die Lehrer überreichte Dr. Silke Jansen, Leiterin der Bildungsinitiative des Kölner Spezialchemie-Konzerns Lanxess, der in der Schleusenstadt mit einem Werk vertreten ist.

Bildung sei ein wichtiges Gut, betonte sie. Und die Neugier von Kindern auf naturwissenschaftliche Themen könne gar nicht früh genug geweckt werden. Mit diesem Anliegen ist sie in der Boy-Lornsen-Grundschule genau richtig. Denn die Bildungsstätte an der Schulstraße gehört zu den anerkannten MINT-freundlichen Grundschulen im Lande. Das Kürzel steht für das besondere Augenmerk, das auf Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, und Technik gelegt wird.

„Wir möchten, dass die Schüler Spaß finden an einer Sache, dann interessiert es sie auch“, erklärte Jansen. Auch wenn die Übergabe des Experimentierkoffers alles andere sei als eine frühzeitige Rekrutierungsmaßnahme zukünftiger Fachkräfte, betonte sie doch, dass es wichtig sei, Kinder zeitig mit Chemie vertraut zu machen. Die meisten Stellen auch im Brunsbütteler Werk seien von Chemikanten besetzt. Und je besser diese Labormitarbeiter schon in der Schule mit Chemie vertraut gemacht würden, um so bessere Chancen hätten sie später auf einen Ausbildungsplatz. „Wir freuen uns über jeden, der sich mit naturwissenschaftlichen Themen auseinandersetzt.“ Und: „Je besser Schule sein kann, umso besser ist das auch für uns.“

Schulleiter Uwe Niekiel gefällt besonders, dass der Chemiekoffer grundsätzlich in jedem Klassenraum einsetzbar ist. „Man kann gleich loslegen.“

Bürgermeister Stefan Mohrdieck betonte: „Ich finde es schön, dass es möglich ist, den Kindern diesen Bereich spielerisch nahe zu bringen.“ Denn damit könne man nicht früh genug anfangen.

Lanxess kooperiert schon seit langem mit dem Gymnasium, Grundschulen sind noch Neuland. Aber gerade von dort habe es immer wieder Anfragen gegeben, berichtete Silke Jansen. So sei der Experimentierkoffer letztlich in Zusammenarbeit mit Pädagogen des renommierten Lehrmittelverlags Cornelsen Experimenta entstanden. Davon werden in Brunsbüttel die Grundschule West und in Marne ebenfalls die Grundschüler der Reimer-Bull-Schule profitieren. Denn auch die Marschenstadt gehöre für Lanxess noch zum unmittelbaren Einzugsbereich des Werks im ChemCoast Park, so Jansen.

> Infos: www.boy-lornsen-grundschule.de

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