Grundschüler erkunden die Chemie

Die ersten Schüler im richtigen Outfit mit Kittel und Schutzbrille nahmen von Günter Jacobsen (li.) und Knut Pommerenke die Experimentier-Kästen entgegen. Sehr zur Freude von Schulleiterin Martina Harders (Mitte) und Projektleiterin Uschi Grimminger.
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Die ersten Schüler im richtigen Outfit mit Kittel und Schutzbrille nahmen von Günter Jacobsen (li.) und Knut Pommerenke die Experimentier-Kästen entgegen. Sehr zur Freude von Schulleiterin Martina Harders (Mitte) und Projektleiterin Uschi Grimminger.

Bayer-Werk spendiert der Fief-Dörper-School Experimentier-Kästen

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21. Januar 2015, 11:01 Uhr

Noch vor zwei Jahren stand die Grundschule in Hochdonn wegen einer als zu gering geltenden Schülerzahl vor dem Aus. Das ist zunächst einmal Vergangenheit, die kleine Dorfschule in der Kanalgemeinde zählt derzeit 48 Kinder. Und die können, wie auch die 92 Jungen und Mädchen ihrer Mutterschule in Süderhastedt, seit gestern in die Welt der Chemie eintauchen. Günter Jacobsen und Knut Pommerenke vom Brunsbütteler Bayer-Werk brachten zwei prall gefüllte Kästen nach Hochdonn. Inhalt: Laborkittel und Schutzbrillen sowie Anleitung und Materialien für ebenso einfache wie ungefährliche Experimente.

Die werden in der Hochdonner Außenstelle der Fief-Dörper-School in passender Umgebung ausprobiert. Denn Eltern und örtliche Handwerker haben in den vergangenen zwei Monaten kräftig Hand angelegt und in der ehemaligen Dienstwohnung des früheren Schulleiters unter anderem einen kleinen Laborraum hergerichtet, erkennbar an der farbenfrohen Wandmalerei. Der ist jetzt mit Hilfe des Chemiekonzerns auch für den Unterricht ausgestattet. Zusammengestellt wurden die Experimentier-Kästen von der Universität Bremen und dem Arbeitgeberverband ChemieNord. Erfolgreich um die Unterstützung durch Bayer beworben hatte sich Projektleiterin Uschi Grimminger.

Vor allem die dritten und vierten Klassen werden sich mit den Experimenten befassen, die beispielsweise verdeutlichen, aus welchen Farben das Schwarz im Filzstift besteht, wie Ausbildungsleiter Knut Pommerenke die ersten Schüler gestern bereits ausprobieren ließ. Aber, so Uschi Grimminger, auch die Kinder der ersten und zweiten Klassen könnten so schon an Naturwissenschaften herangeführt werden.

„Wir wünschen, dass es gelingt, noch mehr junge Menschen für die Chemie zu begeistern“, erklärte der Pressesprecher des Brunsbütteler Werks, Günter Jacobsen. Schulleiterin Martina Harders gab sich zuversichtlich: „Gerade im Grundschulalter ist die Motivation der Kinder, sich mit Naturphänomenen zu beschäftigen, besonders groß.“ Zudem, erklärte sie, könne ihre Schule auf ein Kollegium mit vielen naturwissenschaftlich gut ausgebildeten Lehrern zurückgreifen. Um den Nachschub an Verbrauchsmaterialien der Experimente muss sie sich keine Gedanken machen: Dafür wird Bayer im Zuge der gestern gestarteten Kooperation sorgen.

Amtsvorsteher Dieter Gäthje lobte aus Sicht des Schulträgers die Unterstützung, die letztlich auch den Schulstandort Hochdonn stärke. Dass sich die Gemeinde hinter den Erhalt der kleinen Dorfschule stellt, macht für Martina Harders und Uschi Grimminger allein schon die mögliche Nutzung des einstigen Schulleiterhauses deutlich. Das Gebäude stand lange leer, bis die Gemeinde es Ende vorigen Jahres der Grundschule als Erweiterung zur Verfügung stellte. Dort können die Jungen und Mädchen auch essen und es ist ein kleiner Schul-Laden geplant.

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