Sportanlage in Brunsbüttel : Grünes Licht für Skaterpark

So soll das Areal beim Luv aussehen: Planer Ralf Maier stellt im Bauausschuss den im Vorfeld mit jungen Brunsbüttelern erarbeiteten Entwurf vor. Die Umsetzung kostet rund 385  000 Euro.
So soll das Areal beim Luv aussehen: Planer Ralf Maier stellt im Bauausschuss den im Vorfeld mit jungen Brunsbüttelern erarbeiteten Entwurf vor. Die Umsetzung kostet rund 385 000 Euro.

Der Bauausschuss unterstützt ein von Brunsbütteler Jugendlichen initiiertes Projekt beim Hallenbad.

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17. Oktober 2018, 10:35 Uhr

Die geplante Errichtung eines Skaterparks inklusive Mountainbike-Parcours (Pumptrack) hat eine weitere Hürde gemeistert. Einstimmig sprach sich der Brunsbütteler Bauausschuss am Dienstagabend für die Fortführung der Planung rund um den Neubau einer Sportanlage für Skatboarder, Mountainbiker, BMX-Fahrer und Inlineskater aus.


Kosten liegen bei 385 000 Euro

Für die Errichtung der Sportstätte ist eine Freifläche am Freizeitbad vorgesehen. Die Kosten belaufen sich auf etwa 385 000 Euro. Eine Mögliche Förderung durch Bund und Land soll geprüft werden, ebenso die mögliche Unterstützung durch Sponsoren. Die Brunsbütteler Schüler Anton Hartenstein und Torge Schmielau, die durch ihr Engagement den Stein für die Planungen ins Rollen gebracht hatten, haben bereits bei über 20 potenziellen Sponsoren vorgefühlt. Fünf der angeschriebenen Unternehmen hätten ein ernsthaftes Interesse an einer Förderung des Projekts bekundet, berichtete Anton Hartenstein im Bauausschuss.

Vier Mal hatte sich der Kölner Architekt Ralf Maier mit einer Gruppe Jugendlicher aus der Schleusenstadt getroffen. Hierbei nahm der Bauexperte, der den Skate-Sport selbst über Jahre professionell betrieb, sämtliche Vorstellungen und Wünsche auf und setzte diese in einem Entwurf inklusive Kostenaufstellung um. Diesen präsentierte er nun im Bauausschuss. „Bei diesem Projekt handelt es sich nicht um einen Spielplatz, sondern um eine Sportanlage“, betonte Maier und wies darauf hin, das Mountain-Biking und Skateboarding mittlerweile zu den Disziplinen der Olympischen Spiele zählen. Jede Bahn werde grundsätzlich individuell geplant, mit ganz unterschiedlichen Elementen ausgestattet und nach unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden errichtet. „Da die Bahnen mit Spritzbeton in Handarbeit hergestellt werden, fallen die Kosten natürlich anders aus, als es bei einfachen Betonbauten der Fall ist“, so Maier.


Jugendliche haben bereits Sponsoren an der Angel

Neben der eigentlichen Skateranlage und der speziell geschaffenen BMX- und Mountainbikestrecke wurden in der Kostenaufstellung auch Zuwegungen, Sitzmöglichkeiten, Hinweisschilder, Beleuchtung sowie ein Pavillon berücksichtigt. „Diese Anlage der absoluten Spitzenklasse spricht eine breite Zielgruppe an“, betonte Maier. Die anwesenden Jugendlichen äußern sich auf Nachfrage des Bauausschussvorsitzenden Jürgen Abromeit (SPD) begeistert von dem Entwurf.

Hintergrund: Nachdem die alte Skaterbahn dem Schulneubau weichen musste, hatten sich Anton Hartenstein und Torge Schmielau zunächst an den Ausschuss für Jugend, Gesundheit, Sport und Soziales gewandt um den Bau einer neuen Anlage anzuregen. Dazu hatten sie selbst Gestaltungswünsche zusammengetragen, Preislisten angefordert und sich auf Sponsorensuche begeben, bis die Verwaltung schließlich dem Kölner Architekten die Planung übertrug. Der empfiehlt übrigens, die Anlage in einem Stück zu bauen. Damit sie zügig nutzbar ist.

„Ich finde es klasse und mutig, wie sich hier Jugendliche für ihre Sache engagieren“, lobte Axel Wendt (CDU). Für die Kommunalpolitiker sollte das ein Ansporn sein, sich intensiver der Jugend anzunehmen und die Stadt moderner zu gestalten. „Ich sehe in diesem Projekt auch für die Unternehmen eine gute Chance, Flagge zu zeigen und durch eine finanzielle Beteiligung klarzustellen, dass wir eine Stadt sind.“

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