Nach dem grossfeuer : Grünes Licht für den Wiederaufbau

Baugenehmigung übergeben (v. l.): Dr. Andreas Koeppen, Heyo Buurman und Lutz Bitomsky.
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Baugenehmigung übergeben (v. l.): Dr. Andreas Koeppen, Heyo Buurman und Lutz Bitomsky.

Die Baugenehmigung liegt vor: Nach dem Großfeuer kann die Firma Walter Otto Müller an der Zusestraße in Itzehoe wieder aufbauen.

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24. Juni 2014, 05:00 Uhr

Eine frohe Botschaft mitten in einem Trümmerfeld. Wie das geht, haben gestern Bürgermeister Dr. Andreas Koeppen und Heyo Buurman, Leiter der städtischen Bauaufsicht, gezeigt: Sie überreichten die Baugenehmigung an Lutz Bitomsky von der Firma Walter Otto Müller. Nun kann er seinen Betrieb an der Zusestraße wieder aufbauen, der am 25. April einem Großbrand zum Opfer gefallen war.

Sieben Werktage habe die Verwaltung für diese Genehmigung gebraucht, sagte Koeppen nicht ohne Stolz. „Klasse“, lobte Bitomsky: „Das ist für uns ein Stück weit Planungssicherheit.“ Schon bei der Genehmigung für den ersten Bau sei es so schnell gegangen.

Dieser war Anfang 2012 eingeweiht worden, am 25. April brannte die Produktionshalle ab, der Verwaltungstrakt wurde ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen. Auslöser war eine Verkettung unglücklicher Umstände beim Umfüllen von Ethanol, mit dem im Betrieb die Maschinen gekühlt werden. Übrig blieb ein Haufen Schutt, jetzt ist die Firma ISR mit Baggern und Containern im Einsatz. „Bis Ende dieser Woche wird die Entsorgung erledigt sein“, sagte Bitomsky. „Es ist noch nicht sauber, aber wir sind viel, viel weiter, als wir noch vor einigen Wochen waren.“

Eine große Hilfe ist dabei der Unterschlupf, den das Unternehmen bei der Firma Borba in der Störfischerstraße gefunden hat. Dort wird, wie berichtet, teilweise produziert, während die Büroarbeit von Walter Otto Müller in Räumen in der Kaiserstraße läuft. Das Wichtigste sei es, betonte Bitomsky erneut, die Kunden zu halten – und das funktioniere gut. Bis Mitte August will er bei den mechanischen Arbeiten wie Fräsen mit neuen Maschinen den Stand vor dem Brand erreicht haben. „Das ist für uns wichtig, auch für die Psyche der Mitarbeiter.“ Die Galvanik dagegen werde in diesem Jahr nicht mehr aufgebaut werden können.

So schnell wie möglich will der Geschäftsführer jetzt „aus der Zuneigung der Versicherungen wieder herauskommen“. Die Firmen vom ersten Bau stehen für den Wiederaufbau bereit, und von skeptischen Äußerungen der Gutachter lässt sich Bitomsky nicht schrecken: „Der 20. Dezember ist für mich der Einzugstermin.“ Dieses Jahres, versteht sich. „Dann soll hier auch schon wieder gearbeitet werden.“

Seit dem Brand sei „ganz viel Positives“ passiert, so der Firmenchef. Die Übergabe der Baugenehmigung gehörte dazu – und der Bürgermeister freute sich, dass Bitomsky so optimistisch und konstruktiv mit dem Ereignis umgehe. Dieser wiederum wurde schon von Kunden verwundert begrüßt, die gar nicht mehr mit ihm gerechnet hatten. Bitomskys Reaktion: „Jetzt erst recht!“

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