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Laurinatskoppel : Grüne Oase und neues Baugebiet

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Die Kellinghusener Liste will Teil der Laurinatskoppel als öffentliche Fläche behalten. Auch der Baumbestand sollte unangetastet bleiben

Die Laurinatskoppel als ideales innerstädtisches Baugebiet. Die Kellinghusener Liste (KeLi) stimmt dafür – allerdings unter bestimmten Bedingungen. „Ein Teil der Fläche muss für öffentliche Veranstaltungen erhalten bleiben“, sagt Volker Ballin. Ein gutes Beispiel, die Vorstellungen der KeLi zu unterstreichen, bot kürzlich der gastierende Zirkus. „Wir haben sonst keinen zentralen Platz für solche Veranstaltungen“, sagt Ballin beim Ortstermin vor dem blauweiß gestreiften Zirkuszelt.

Neu sind die KeLi-Forderungen nach einer maßvollen Bebauung der Koppel nicht. Vor rund 15 Jahren war die Grünfläche schon einmal Gegenstand heißer Diskussionen. „Damals gründeten wir eine Bürgerinitiative, um uns gegen Investoren-Vorstellungen zu wehren“, erinnert sich Debus. Daraus habe sich anschließend die heutige Wählergemeinschaft entwickelt. Protestiert hatte die Initiative seinerzeit gegen Pläne, dort vier 13,50 Meter hohe und 32 Meter lange Blocks hochziehen. So hoch hinaus wollen die Stadtvertreter heute keinesfalls. Auch der Vorwurf „Masse statt Klasse“ steht nicht mehr im Raum. Auf KeLi-Seite bestehen blieb jedoch die Forderung nach dem Erhalt einer Grünfläche.

Gemeinsam mit dem langjährigen Vorsitzenden des Bauausschusses unterstreichen dies auch die Kollegen Horst Nitz und Wolf-Dietrich Debus. „Die Laurinatskoppel wurde in der Vergangenheit mehrfach als Hubschrauberlandeplatz genutzt“, verweist Debus auf das Thema Rettungsdienst und Sicherheit. Als letzter grüner Flecken sollte ein Teil des Areals außerdem als Spielfläche für Kinder und Jugendliche frei bleiben. Weitere Punkte im KeLi-Forderungskatalog sind der Erhalt des Fußwegenetzes sowie der Hecke im südlichen, und des Knicks im nördlichen Teil der Koppel. „Auch der Baumbestand sollte unangetastet bleiben“, sagt Ballin.

Diese Zielvorstellung sollte die Stadt einem Investor oder gern auch Studenten für die Planung mit auf den Weg geben. „Es kann nicht sein, dass die Stadt Investoren gestattet, auf diesem wertvollen Gelände frei zu schalten und zu walten“, stellt Ballin heraus. Nach den Vorstellungen der KeLi sollte das Areal der ehemaligen Kleingartenanlage sowie der gesamte untere Bereich (parallel zur Lehmbergstraße) bis hin zur Fußweganbindung zur Straße Holm bebaut werden. „Als Maßstabsträger sollte das bereits vorhandene Mehrfamilienhaus dienen“, so Ballin. Entstehen könnte so eine maximal zweigeschossige Einzelhaus-Bebauung mit kleinen Gärten.

Offen zeigt sich die KeLi auch hinsichtlich Wohnungsbau. Dies zu gestalten bliebe gemäß des formulierten Leitsatzes „Die Stadt als innovativer Standort“, aber den jeweiligen Planern überlassen.

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erstellt am 08.Aug.2014 | 04:45 Uhr

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