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Grüne Damen fordern soziales Engagement als Schulfach

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erstellt am 03.Mai.2013 | 03:59 Uhr

itzehoe | Für die Einführung eines verbindlichen Faches "Soziales Engagement" in den Lehrplan allgemeinbil dender Schulen haben sich in Itzehoe Führungskräfte der Arbeitsgemeinschaft Evangelische Krankenhaus- und Altenheim-Hilfe (EKH) ausgesprochen. Bereits in der Schule müsse beispielsweise durch Praktika in sozialen Einrichtungen die Bereitschaft gefördert werden, sich freiwillig für die Gemeinschaft einzusetzen, hieß es auf der landesweiten Tagung.

Unter Leitung der Landesbeauftragten Elke Schiffler diskutierten Einsatzleiter der EKH-Gruppen Modelle ihrer ehrenamtlichen Betreuungsarbeit in Kliniken und Heimen. Deren Bedeutung werde angesichts der höheren Lebenserwartung weiter wachsen - auch um eine Entlastung der hauptamtlichen Mitarbeiter zu erreichen, die durch Personalmangel und unzulängliche Bezahlung häufig überfordert seien. Vor diesem Hintergrund sei es nicht nur eine Frage der Nächsten liebe, sondern auch eine Notwendigkeit, dass sich mehr Menschen als Grüne Damen und Herren engagierten. So werden diese auch genannt, weil sie während ihres Dienstes grüne Kittel tragen.

Die Tagung im Café Schwarz war durch Referate des ärztlichen Direktors Dr. Michael Kappus, der Pflegedienstleiterin Heiderose Killmer und des Klinikseelsorgers Pastor Paul Kah vom Klinikum Itzehoe über das Thema "Ethik und Moral im Krankenhaus" eingeleitet worden. Sie beklagten übereinstimmend einen Trend, die Bereitschaft zum gesellschaftlichen Engagement vom geldwerten Vorteil abhängig zu machen. Die Gesellschaft könne aber nur funktionieren, wenn nicht nur Rechte eingefordert, sondern auch Pflichten erfüllt würden, meinte Kappus.

Am Klinikum Itzehoe sind Grüne Damen und Herren seit mehr als 30 Jahren tätig. Unter Führung von Telse Peters versehen zurzeit 32 Frauen und zwei Männer ihren Dienst.

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