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Nachwuchsförderung : Grüne bieten Politik-Praktikum

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Jugendliche sollen kommunalen Abläufe kennen lernen - vier Wochen Grundwissen und Einblicke in politische Arbeit.

Wie funktioniert Kommunalpolitik? Was passiert bei einer Fraktionssitzung? Und welche Themen behandelt der Hauptausschuss? Wer sich diese Fragen schon einmal gestellt hat, der hat jetzt die Chance, ihnen auf den Grund zu gehen. Unter dem Motto „Jetzt mische ich auch mal mit!“ bietet die Grünen-Fraktion in Glückstadt jetzt ein kommunalpolitisches Praktikum an. Gerichtet ist es in erster Linie an Schüler, die an einem Politik-Projekt in der Schule arbeiten – aber auch alle anderen interessierten Jugendlichen oder Erwachsenen können sich dafür bewerben. Vermittelt werden vor allem Grundwissen und Informationen zur praktischen politischen Arbeit. Auch persönliche Schwerpunkte können mit eingebracht werden. Vier Wochen lang erhalten die Jugendlichen einen Einblick in Besprechungen, Fraktions-, Rats-, Ausschusssitzungen sowie Vorstands- und Parteisitzungen. Natürlich werden auch Diskussionsveranstaltungen besucht und Kontakte zur Grünen-Jugend hergestellt.

Viele Bürger interessieren sich für die Politik in ihrem Ort, weil es sie am nächsten betrifft. Aber die Hürde, selbst aktiv zu werden, ist oftmals hoch. Genau das wollen Grünen-Politikerin Christine Berg und ihre Kollegen ändern. Was kann ich tun, in welchen Bereichen kann ich mitarbeiten, wie viel Zeit muss ich mitbringen? Mit dem Praktikum soll jungen Menschen der Einstieg in die Kommunalpolitik erleichtert werden. Denn bürgerschaftliches Engagement bedeute schließlich auch viel Spaß am Ehrenamt und persönlichen Gewinn. Man könne an den Stellrädern der Stadt drehen und sich im Team einbringen.

Die Idee zu dem Praktikum hatte Christine Berg auch aus persönlichem Interesse. „Die Nachwuchsförderung ist mir ganz wichtig und ich möchte damit vor allem junge Menschen ansprechen“, sagt sie. Denn von denen gebe es leider viel zu wenig in der Politik. Berg: „Es ist sehr schwierig, an Nachwuchs zu kommen.“ Dabei macht Kommunalpolitik nicht nur Spaß, sondern hat auch einen praktischen Nutzen. „Das ist ein gutes Training fürs Leben: Man lernt demokratische Prozesse kennen und wie man sich für eine Sache einsetzt“, weiß Grünen-Politiker Ramon Arndt. Diese Vorteile weiß auch Nils Hunold zu schätzen. „Man wird offener und kann besser mit Fremden sprechen.“ Der 18-Jährige engagiert sich seit vier Jahren in der Kommunalpolitik und wollte damals vor allem aus der Nörgler-Rolle herauskommen. „Ich habe immer gemeckert und dachte, dass ich auch mal was dagegen tun könnte.“ Seitdem trifft er sich regelmäßig mit der Grünen-Jugend, um über politische Themen zu diskutieren. Auch Aktionen wie die Fackel-Demo gegen die Elbvertiefung hat er schon mitorganisiert. „Man sollte vor Ort anfangen, etwas zu verändern.“

> Bewerber sollten mindestens 14 Jahre alt sein, vier Wochen Zeit mitbringen und bereit sein, meistens abends im Einsatz zu sein. Am Ende wird auf Wunsch auch ein Zeugnis ausgestellt. Anmeldungen an Christine Berg unter 04124/608419 oder christine.berg@gruene-glueckstadt.de


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erstellt am 13.Feb.2014 | 16:44 Uhr

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