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Feuerwehr : Großübung: Dachstuhlbrand im Haus Buchhof

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

50 Feuerwehrleute waren bei einer besonderen Übung in Oeschebüttel im Einsatz: beim Haus Buchhof, einer Einrichtung für Eltern mit Problemen. Schwierig war beim Einsatz, das Wasser aus einem abgelegenen Teich herbeizuschaffen.

Sonnabendmorgen kam die Meldung: Feuer im „Haus Buchhof“ in Oeschebüttel. Teile des Dachstuhles sollen in Flammen stehen. Es war eine lang vorbereitete Übung der Wehren Oeschebüttel, Rosdorf und Kellinghusen unter der Leitung des stellvertretenden Wehrführers Lars Gripp. Das „Haus Buchhof“ ist eine Einrichtung, die Müttern und Vätern mit ihren Kindern bei Problemen in der Eltern-Kind-Beziehung ein Zuhause bieten möchte.

Sofort nach dem Alarm wurden alle Bewohner von den Betreuern aus dem Gebäude zum Sammelplatz geleitet, so dass die Hausleiterin Hilde Wittgrefe den eintreffenden Hilfskräften mitteilen konnte: „Es sind keine Personen mehr im Gebäude.“ Trotzdem wurde mit einer Wärmebildkamera in den Räumen nachkontrolliert.

Für den Einsatz von Wasser nutzten die Mitglieder der Wehren Oeschebüttel und Kellinghusen den Hydranten im Dorf. So wurden die Kräfte auf der Westseite versorgt, gleichzeitig bekam so der Werfereinsatz von der Spitze der Kellinghusener Drehleiter Wasser. Die schwierigste Aufgabe hatten Rosdorfer, denn sie mussten aus einem abseits gelegenen Teich mit einer Tragkraftspritze das Wasser über 100 Meter zum auf dem Hang liegenden Gebäudekomplex bringen. Allein für diese schweißtreibende Leistung beim Verlegen der schweren B-Leitungen mit nur wenigen Feuerwehrleuten wurde später von allen hoch gelobt. Mit der vollen Leistung der Pumpe schafften sie es, genügend Löschwasser nach oben zu leiten.

Rund 50 Feuerwehrfrauen und –männer nahmen an dieser Übung teil, unter anderem auch der Bürgermeister und Feuerwehrmann Heiner Rickers. Bei der Abschlussbesprechung im Oeschebütteler Holthuus betonte Wehrführer Bernd Kahlki, der den Ablauf mit einer Kamera dokumentiert hatte, die Ziele des Manövers: Reibungslose, schnelle Evakuierung des Gebäudes, Überprüfung der Wasserversorgung für dieses große Gebäude und die bestmögliche Aufstellung der Einsatzfahrzeuge unter der Berücksichtigung, dass auch ein Rettungswagen nicht allzu weit entfernt stehen darf. Probleme traten allerdings beim Funkverkehr auf.

Die Übung war notwendig, damit nach der kürzlichen Renovierung des Hauses die neue Heimleitung mit den acht Betreuerinnen die Abläufe bei einer Evakuierung genau kennen, wenn sie die bis zu sieben Erwachsenen und elf Kinder im „Haus Buchhof“ sicher nach draußen führen müssen.

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