Großfeuer vernichtet Bauernhaus

Lichterloh brannte Sonntag am frühen Morgen der ehemalige Bauernhof.
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Lichterloh brannte Sonntag am frühen Morgen der ehemalige Bauernhof.

60 Einsatzkräfte am frühen Sonntagmorgen im Einsatz / Brandstiftung kann nicht ausgeschlossen werden

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05. Juli 2015, 13:16 Uhr

Feuerwehrsirenen und eine starke Rauchentwicklung schreckten die Bewohner der Gemeinde Hadenfeld in der Nacht von Sonnabend auf Sonntag aus dem Schlaf. In der Hauptstraße ist eines der ältesten Häuser der Gemeinde Raub der Flammen geworden.

Als gegen drei Uhr über die Leitstelle der Alarm ausgelöst wurde, brannte das rund 100-jährige privat genutzte Hofgebäude mit seinen angrenzenden Stallungen bereits in voller Ausdehnung. Die Feuerwehren Aasbüttel, Schenefeld, Warringholz und Pöschendorf-Hadenfeld-Kaisborstel waren mit rund 60 Einsatzkräften vor Ort, auch Amtswehrführer Matthias Venohr war dabei. Zur Unterstützung kam Sonntagnachmittag auch noch die Itzehoer Wehr mit ihrer Drehleiter.

Trotz massiver Löschaktion gelang es den Einsatzkräften nicht mehr, den Bauernhof zu retten. Mit einem großen Bagger kam auch schweres Geschütz zum Einsatz. Dieser musste das Blechdach des Gebäudes anheben. Dabei setzte sich der Bagger auf dem inzwischen vom vielen Löschwasser aufgeweichten Boden fest, so dass ein Feuerwehrfahrzeug das schwere Gerät aus dem Vorgarten ziehen musste.

Glück im Unglück hatten die Bewohner der Nachbarhäuser. Die Wehren konnten ein Übergreifen der Flammen auf diese Gebäude verhindern. Glücklicherweise befanden sich beim Ausbruch des Feuers keine Personen im Haus. „Wir haben das Feuer zwar unter Kontrolle, müssen aber dennoch die sich neu bildenden Brandnester im Blick behalten“, sagte Gruppenleiter Kersten Sonnenschmidt von der Pöschendorfer Wehr, die auch die Brandwache Sonntagnacht übernahmen.

Wie es zu dem Ausbruch des Feuers gekommen ist, konnte bislang nicht geklärt werden. „Die Ermittlungen dauern an“, sagte ein Kriposprecher gestern. Für weitere Ermittlungen werden in den kommenden Tagen Sachverständige eine Brandbesichtigung vornehmen. „Eventuell werden auch Spürhunde eingesetzt“, betonte der Beamte. Nicht ausgeschlossen werden kann Brandstiftung. Zeugen haben kurz vor Ausbruch des Brandes beobachtet, wie ein Unbekannter auf dem Fahrrad von der Hofeinfahrt gefahren kam und dann in der Dunkelheit verschwand. Die Höhe des Schadens stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest.

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