Starke Rauchentwicklung : Großfeuer in Heider Tischlerei: Hunderte Bahnreisende nach Sylt stranden in Meldorf

Starker Rauch quillt aus der brennenden Halle.

Starker Rauch quillt aus der brennenden Halle.

Wie es zu dem Feuer kam ist noch unklar. Zwischen Meldorf und Heide wurde ein Schienenersatzverkehr eingerichtet.

shz.de von
19. Juni 2018, 12:45 Uhr

Heide | Feuerwehren aus der Umgebung sind am Dienstagmorgen zu einem Großfeuer in der Tischlerei Hansen in Heide gerufen worden. Ersten Informationen zufolge war der Brand in der Hinrich-Schmidt-Straße in einem Farblager ausgebrochen und hat sich rasch auf andere Gebäudeteile ausgeweitet. Löschwasser musste über mehrere Kilometer lange Schläuche beschafft werden, die teilweise auch über Bahngleise verliefen.

 

Direkt am Brandobjekt verlaufen die wichtigen Bahnlinien Hamburg-Sylt und Heide-Neumünster. Seit mehreren Stunden sind die Bahnlinien aufgrund der Schläuche unterbrochen. Am Bahnhof Meldorf strandeten am Mittag hunderte Reisende in Fahrtrichtung Sylt. Die Züge enden aufgrund der Streckensperrung hier. Die Buskapazitäten reichten zu dem Zeitpunkt nicht, um die vielen Reisenden zum Bahnhof Heide mitzunehmen.

<p>Für diese Bahnreisenden endete die Fahrt in Meldorf.</p>
Daniel Friederichs

Für diese Bahnreisenden endete die Fahrt in Meldorf.

Wie eine Polizeisprecherin mitteilte, brannte der in einem Gewerbegebiet gelegene Betrieb am Morgen in voller Ausdehnung. Zum Zeitpunkt des Feuers befand sich niemand in dem Gebäude. Anwohner wurden aufgefordert, Türen und Fenster wegen der starken Rauchentwicklung zu schließen. Die Brandursache war zunächst unklar.

Tiefschwarze Rauchwolken stehen über dem Brandort.
Michael Behrendt

Tiefschwarze Rauchwolken stehen über dem Brandort.

 

Etwa drei Stunden nach Ausbruch des Feuers war der Brand laut Feuerwehr unter Kontrolle. Der Einsatz sollte aber voraussichtlich noch bis mittags dauern, da Glutnester bekämpft werden müssten. Außerdem sei das Löschwasser durch die in dem Betrieb gelagerten Lacke und Farben kontaminiert und müsse gesondert entsorgt werden.

Das Übergreifen der Flammen auf einen angrenzenden Wertstoffhof sowie einen Gartenbaubetrieb konnte verhindert werden. Die Löscharbeiten wurden erschwert, da die starke Rauchentwicklung den einzigen Zugang zu dem brennenden Betrieb stark behinderte, wie ein Feuerwehrsprecher sagte. Insgesamt waren etwa 150 Einsatzkräfte am Brandort.

Erst vor einer Woche sorgte ein nächtliches Feuer auf einem Bauernhof in Gudendorf (Kreis Dithmarschen) für einen Ausfall der Marschbahn.


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