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Norddeutsche Rundschau

25. September 2017 | 02:43 Uhr

Itzehoe : Großfeuer bei Walter Otto Müller

vom

Der Brand bei der Firma Walter Otto Müller ist unter Kontrolle. Bis zu 150 Rettungskräfte waren im Einsatz in der Zusestraße. Zwei Mitarbeiter sind leicht verletzt worden.

shz.de von
erstellt am 25.Apr.2014 | 10:04 Uhr

Itzehoe | Bei einem Feuer im Itzehoer Galvanisierungsbetrieb Walter Otto Müller im Ortsteil Edendorf sind am Freitag zwei Mitarbeiter verletzt worden. Sie wurden mit Rauch- und leichten Brandverletzungen in ein Krankenhaus gebracht. Nach Angaben der Rettungsleitstelle brannte in dem Betrieb eine größere Menge Ethanol, die zuvor ausgelaufen und sich dann aus ungeklärten Gründen entzündete. Es bestand akute Explosionsgefahr. Rund 40 Mitarbeiter des Betriebs sowie umliegender Firmen wurden in Sicherheit gebracht.

Die Feuerwehr war mit acht Löschzügen im Einsatz. Bis zu 150 Rettungskräfte sind insgesamt vor Ort. Die Wehren werden von dem THW und dem Gefahrgut-Löschzug unterstützt. Luftmessungen ergaben, dass sich keine Schadstoffe in der Luft befinden. Die Arbeiten der Feuerwehr am Brandort dauern am Nachmittag noch an. Mehrere Löschzüge sind vor Ort. Wie lange sich der Einsatz noch hinzieht, ist unklar. Eine anschließende Brandwache wird nicht ausgeschlossen.

Nach Auskunft eines Beamten vom Polizeireviers Itzehoe seien die Flammen gelöscht, es bilde sich aber noch leichter Rauch. Gegenwärtig ist eine Entsorgungsfirma vor Ort, die belastetes Löschwasser aufnimmt, um es zu entsorgen.

Etwa vier Fünftel des betroffenen Gebäudekomplexes sind eingestürzt. Inwieweit der daran anschließende Verwaltungstrakt „gehalten“ werden konnte, ist nicht bekannt. Beeinträchtigungen durch Löschwasser können nicht ausgeschlossen werden. Zur Brandursache und zur Schadenshöhe gab es zunächst keine Erkenntnisse. Die Kripo Itzehoe hat die Ermittlungen zum Unfallhergang aufgenommen.

Der Brand war am Morgen vom kilometerweit entfernten Lägerdorf aus zu sehen, eine hohe Rauchsäule war über Itzehoe. In dem Betrieb in der Zusestraße, in dem auch Säuren und Laugen verarbeitet werden, arbeiten etwa 50 Mitarbeiter. Die Firma stellt Schilder, Folien und ähnliches her und galvanisiert auch. Dafür stehen Tauchbecken mit Chemikalien zur Verfügung.

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