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Norddeutsche Rundschau

23. Oktober 2017 | 14:17 Uhr

Integration : Großes Programm bei der Premiere

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Erste Interkulturelle Woche in Itzehoe läuft vom 28. September bis zum 5. Oktober. Auftakt am Sonntag im Wenzel-Hablik-Museum.

von
erstellt am 23.Sep.2014 | 05:00 Uhr

Stühle müssen geholt werden. Und noch mehr Stühle. Das Platzangebot reicht nicht beim Pressegespräch zur Interkulturellen Woche „Erst fremd – dann Freund“. Es sind einfach zu viele Beteiligte. Erstmals beteiligt sich Itzehoe an der bundesweiten Aktion, mit 20 Veranstaltungen zwischen dem 28. September und 5. Oktober ist das Programm üppig.

Die Federführung lag bei der städtischen Gleichstellungsbeauftragten Karin Lewandowski, die jetzt erkrankt ausfällt, und Pastorin Maren Schlotfeldt: „Sie war überwältigt, und das bin ich auch, was da zusammengekommen ist“, sagt die Leiterin des Evangelischen Frauenwerks im Kirchenkreis Rantzau-Münsterdorf. Die Fülle an Programmpunkten sei beeindruckend.

Da kann Bürgermeister Dr. Andreas Koeppen als Schirmherr nur zustimmen. „Gemeinsamkeiten finden, Unterschiede feiern“ lautet das Motto der Interkulturellen Woche, und das sei gerade in diesen Tagen von besonderer Bedeutung: „Wir haben eine erheblich höhere Zahl an Asylbewerbern, die Prognosen gehen steil nach oben.“ Da sei es der richtige Weg, die Menschen so willkommen zu heißen und zu integrieren, dass die Gesellschaft funktioniere. „Jede große Welle hat immer auch eine Gegenwelle verursacht“, sagt der Bürgermeister unter Hinweis auf den Erfolg von Rechtspopulisten in Schweden oder die „eindeutig-zweideutige“ Haltung der AfD in Deutschland. Daher sei die Interkulturelle Woche auch in Itzehoe ein wichtiges Ereignis.

Ihren „würdigen Auftakt“ bekommt sie am Sonntag, 28. September, um 11.30 Uhr im Wenzel-Hablik-Museum. Zu Gast ist Samiah El Samadoni, Bürgerbeauftragte des Landes und auch für die Antidiskriminierungsstelle zuständig. Die Handelslehranstalt Neumann präsentiert ihr Filmprojekt „Drachenläufer“. Von 13 bis 17 Uhr laden an diesem Tag das Caritas-Jugendprojekt und das katholische Familienzentrum St. Ansgar zum Café International am Caritashaus St. Josef in der Hindenburgstraße ein – mit großem Programm von Spielen und Arabisch-Sprachkurs über Live-Musik bis zu kulinarischen Spezialitäten.

Diese gibt es auch im täglichen Wechsel vom 29. September bis 2. Oktober in der Kantine der Brücke SH in der Wilhelm-Biel-Straße. Überhaupt drehen sich einige Angebote ums Essen, und das passt, findet Koeppen: „Eine gute Fete findet praktisch immer in der Küche statt.“ Gemeinsames Kochen verbinde. Hinzu kommen Informationsveranstaltungen bei der Volkshochschule zu den Deutsch-Sprachkursen oder im Integrationscenter der Arbeiterwohlfahrt in der Stiftstraße. Die Berufsinitiative Triebwerk der Akademie für Gesundheits- und Sozialberufe zeigt bei Behrens & Haltermann, was Künstler beim Wacken Open Air im Bereich Action Painting vollbracht haben. Die türkische Gemeinde lädt am 3. Oktober zum Tag der offenen Moschee ein. Und das Ausstellungsprojekt Secession ist am 4. Oktober in der Feldschmiede mit der Botschaft der Freien Republik Secessionistan zu Gast.

Die erste Interkulturelle Woche in Itzehoe endet am Sonntag, 5. Oktober, 11.30 Uhr, mit dem Neubürgerempfang im Ständesaal. Würdevoll solle dieser Schlussakkord werden, sagt Bürgervorsteher Heinz Köhnke und hat auch gleich einen Wunsch: Die Woche mit dem Empfang am Schluss möge zur festen Institution werden.


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Das komplette Programm der Interkulturellen Woche im Internet unter www.itzehoe.de/interkulturelle-woche/.


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