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Großes Herz für Tiere – Spenden willkommen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Drei Kaninchen, eine Wüstenrennmaus, sieben Hunde und insgesamt 59 Katzen – das sind zurzeit die Bewohner des Itzehoer Tierheims.

Der vor 75 Jahren gegründete Tierschutzverein Itzehoe & Kreis Steinburg e.V., Träger des Tierheims und anerkannter Ausbildungsbetrieb, gehört dem Deutschen Tierschutzbund an. Hier sind die Tierheimleiterin, eine Bürofachangestellte und fünf Tierpflegerinnen tätig. Zurzeit gibt es zwei Auszubildende, die den Beruf der Tierpflegerin erlernen.

Auf eine liebevolle Betreuung der Tiere werde sehr geachtet, versichern Vorstandsmitglied und Tierheimleiterin Claudia Danckers und Schriftführerin Petra Wermke. Katzenwelpen würden beispielsweise bei Bedarf von den Angestellten auch mit nach Hause genommen und dort versorgt. Im Hauptgebäude des Tierheims findet man außer der Eingangsquarantäne auch die Mutter-Kind-Station für Katzen, in der die ganz jungen Katzenwelpen mit ihren Müttern leben. Für die tierärztliche Betreuung sei eine Tierärztin aus Horst zuständig. Sie besuche zweimal pro Woche das Tierheim, um die Tiere zu untersuchen.

Das Tierheim Itzehoe hat mit einigen Problemen zu kämpfen, beispielsweise mit beschränkten Unterkunftsmöglichkeiten. Jedoch betonte Claudia Danckers, dass kein Tier weg geschickt werde, notfalls werde ein anderes Tierheim kontaktiert, um das Tier dort unterzubringen. Allein im letzten Sommer kamen rund 100 Katzen ins Tierheim, so Danckers.

Gerade die jährliche Welpenzeit der Katzen sei ein immer wiederkehrendes Problem des Tierheims, da viele Streuner und Hauskatzen unkastriert seien. In diesem Punkt sind sich Claudia Danckers und Petra Wermke einig: Die Kastration sei notwendig, damit nicht immer mehr heimatlose Katzen geboren werden und somit das Katzenelend unterbunden werden kann. Sie appellieren daher an die Katzenbesitzer, auch die eigene Katze kastrieren zu lassen. Das Tierheim Itzehoe führe zudem Kastrationsaktionen durch, bei denen es auch Fallen zur Verfügung stelle, um heimatlose Katzen einzufangen. Hierbei würden immer Helfer gebraucht.

Der Tierschutzverein finanziert sich fast ausschließlich durch Spenden, Mitgliedsbeiträge und Erbschaften. Einzelpersonen zahlen einen jährlichen Mitgliedsbeitrag in Höhe von 32 Euro, Schüler, Studenten und Rentner 16 Euro und Ehepaare 52 Euro im Jahr. Für die Versorgung eines Fundtieres erhalte das Tierheim zwar einen Beitrag von den Kommunen, um das Tier für 28 Tage zu finanzieren, jedoch reiche diese Summe bei weitem nicht aus, da einige Tiere mehrere Wochen oder Monate im Tierheim bleiben. Deswegen seien Spenden in jeder Höhe jederzeit willkommen.

„Wir wünschen uns, dass die Menschen die Tierschützer unterstützen und dass die Tiere mit mehr Respekt behandelt werden“, so die Tierschützerinnen. Eine Möglichkeit der Unterstützung sei es, Mitglied zu werden. Hilfreich sei es auch, Fundtiere zu melden und ins Tierheim zu bringen. Bei Bedarf werde das Tier auch abgeholt. Auch könne mit Futterspenden geholfen werden. In manchen Supermärkten und Zoofachhandlungen in Itzehoe und Umgebung stünden Spenderboxen für Futtermittel, aber auch für Katzenstreu und Vogelsand bereit.

Da sehr viel Zeit für die Versorgung der Tiere benötigt werde, hätten die Mitarbeiter des Tierheims nicht ausreichend Zeit, mit den Tieren zu spielen. Daher würden ständig Freiwillige gesucht, die sich mit den Tieren beschäftigen und auch spazieren gehen.

„Auch wenn man bei einem Problem nicht persönlich beteiligt ist, darf man nicht weg sehen, sondern sollte den Tieren helfen“, so die Tierschützerinnen. Das Team des Tierheim Itzehoes werde auch zukünftig den Tieren eine artgerechte Unterkunft und liebevolle Betreuung bieten.

Wer helfen möchte oder Fragen hat, kann sich an das Tierheim Itzehoe wenden: Telefon 04821/94200.

Mendy Macatis und
Indra Poeck, Klasse HHSU1, Handelslehranstalt Neumann,
Itzehoe, mit Lehrerin
Antje Christians

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erstellt am 04.Feb.2014 | 08:23 Uhr

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