zur Navigation springen

Finanzspritze : Großes Geschenk fürs Wenzel-Hablik-Museum

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Die Stadt Itzehoe erhöht den jährlichen Zuschuss für das Museum bis 2018 von 45 000 auf 55 000 Euro.

shz.de von
erstellt am 16.Dez.2015 | 17:06 Uhr

Noch ist nicht Heiligabend, aber Harald Brommer hat jetzt schon Grund zu feiern. „Das ist ein riesengroßes Weihnachtsgeschenk, das wir da von der Stadt bekommen haben“, sagt der Vorsitzende der Wenzel-Hablik-Stiftung. Denn die Ratsversammlung hat in ihrer letzten Sitzung des Jahres auf Antrag von CDU und SPD einstimmig beschlossen, die städtischen Zuschüsse für das Wenzel-Hablik-Museum bis 2018 von 45  000 auf 55  000 Euro pro Jahr zu erhöhen. „Das ist eine wirklich tolle Sache, die uns die Arbeit sehr erleichtert“, sagt Brommer.

Noch im Herbst hatte sich das ganz anders angehört. Zwar konnte das Museum durch viele Spenden und besondere Einnahmen im Jubiläumsjahr das strukturelle Defizit ausgleichen, doch wie in den Jahren zuvor hatte Brommer eine stärkere Unterstützung der Stadt gefordert – und war nicht auf offene Ohren gestoßen. „Ich gebe zu, das sich zu Beginn der Verhandlungen skeptisch war“, sagt Brommer. Aber die Gespräche, die es mit den Fraktionen im Vorwege der Haushaltsberatungen gegeben hatte, seien „sehr angenehm“ gewesen. Und so unterstützten alle Parteien die Erhöhung des Zuschusses – auch wenn die Grünen gern im Vorwege vom Antrag der großen Koalition gewusst hätten, wie Karl-Heinz Zander kritisierte.

„Man muss wirklich anerkennen, dass sich CDU und SPD sehr stark bewegt haben“, so Brommer. „Im Vergleich zu den Vorjahren haben wir auch vollständige Unterlagen von der Stiftung bekommen“, sagt CDU-Fraktionschef Ralph Busch. Er wisse, dass im Museum gute Arbeit geleistet werde, und mit dem zusätzlichen Geld habe die Stiftung „Planungssicherheit“. Eines müsse aber klar sein: „Weiter wollen wir bei der Unterstützung nicht gehen.“

Das will Brommer auch gar nicht. Er ist froh, dass er die in den vergangenen Jahren um 12  000 Euro gestiegenen Personalkosten, die etwa durch Einführung des Mindestlohns entstanden sind, mit der Erhöhung des Zuschusses zumindest teilweise ausgleichen kann. „Diese Kosten haben wirklich sehr gedrückt“

SPD-Ratsherrin Sigrun Schmidt betonte, dass trotz des Zuschusses für die Personalkosten Museumsleiterin Katrin Maibaum „immer noch nicht aufwandsadäquat entlohnt“ werde.

Dass das Museum dennoch nicht aus der finanziellen Klemme befreit ist, zeigen die Zahlen, die Harald Brommer nennt. Denn das prognostizierte Defizit für das kommende Jahr liege bei immer noch 18  000 Euro. In den Vorjahren lag es aber bis zu 20  000 Euro höher. „Wir haben zu erwartende Spenden in unseren Wirtschaftsplan mit eingerechnet“, sagt Brommer. Und dennoch appelliert er an Firmen und Privatleute, das Museum darüber hinaus zu unterstützen. „Wenn das klappt, dann bin ich optimistisch, dass wir den finanziellen Ausgleich bis zum Jahresende schaffen können.“

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen