zur Navigation springen

Buntes Programm : Großes Fest zum Feuerwehr-Jubiläum

vom
Aus der Redaktion der Wilsterschen Zeitung

In St. Margarethen werden gleich zwei Ereignisse gefeiert: 125-jähriges Bestehen und Übergabe eines neuen Löschfahrzeugs.

Es soll ein ganz großes Fest werden: Die Freiwillige Feuerwehr St. Margarethen feiert am Sonnabend, 6. September, gleich zwei Ereignisse: das 125-jährige Bestehen der 1889 gegründeten Wehr und die Übergabe eines neuen Löschfahrzeuges. Alle Einwohner aus St. Margarethen und Büttel sowie alle Freunde der Wehr sind zu diesem Ereignis eingeladen. Schon seit einigen Wochen weist eine besondere Aktion auf das Fest hin. Die Wehr hat auf der Grünanlage in der Ortsmitte ein großes Transparent gespannt. An beiden Seiten klettern Feuerwehr-Puppen auf einer Steckleiter in die Höhe, anscheinend um das Transparent zu befestigen.

Der Festakt beginnt Sonnabend um 11 Uhr am Gerätehaus im Wilhelm-Jensen -Weg in St. Margarethen. Neben Ansprachen von Bürgermeister Volker Bolten und Wehrführer Jörg Göttsche soll die feierliche Fahrzeugübergabe folgen, ehe die Gäste Gelegenheit zu einem Grußwort haben. Eine Überraschung soll der Auftritt der Firefighters aus den Reihen der eigenen Wehr werden. Selbst Wehrführer und Bürgermeister sind noch nicht informiert, was sich hinter diesem Auftritt verbirgt.

Nach dem Mittagessen kann das neue Löschfahrzeug besichtigt werden. Es schließen sich Spaß und Spiel mit einer Hüpfburg für die Kinder an. Ab 18 Uhr herrscht großer Partyalarm mit einem DJ und Aufführungen der Body Groove und Fundancer aus den Reihen des TSV St. Margarethen, mit Darbietungen der Liedertafel und der geheimnisvollen Firefighters-Überraschung. Gegen 21 Uhr wird die neue Showgruppe „Next Diamonds“ das Programm bereichern.

Bürgermeister und Wehrführer sehen die örtliche Feuerwehr gut aufgestellt – eine schlagkräftige Truppe mit Aktiven aus St. Margarethen und Büttel, einer guten Ausbildung und optimalen Ausrüstung. Beide Gemeinden haben tief in die Gemeindekassen gegriffen, um die Beschaffung des neuen Löschfahrzeuges finanziell zu stemmen. „Insgesamt wird das HLF 10 gut 330 000 Euro kosten“, so Jörg Göttsche. Hinter der Bezeichnung HLF 10 verbirgt sich ein Hilfleistungs-Löschfahrzeug mit einer Pumpenleistung von mindestens 1000 Litern pro Minute. Es hat einen Löschwasservorrat von 2000 Litern an Bord und ist damit für einen Schnellangriff gegen den roten Hahn gut gerüstet. Zur Ausrüstung des HLF 10 gehören die notwendigen Geräte für die Brandbekämpfung ebenso wie für die technische Hilfeleistung. Hydraulische Schere und Spreizer sowie Hebekissen sind für die Unfallrettung unverzichtbar. Erstmalig verfügt die Wehr mit dem neuen Fahrzeug auch über eine Arbeitsplattform für technische Hilfeleistungen an schweren Lkw. Wehrführer Jörg Göttsche freut sich zudem, dass die Wehr nun einen Lichtmast innerhalb kürzester Zeit aufstellen kann, um bei Bedarf den Einsatzort ausleuchten zu können.

Das Führerhaus des HLF 10 ist so bemessen, dass dort eine komplette neunköpfige Löschgruppe Platz findet. „Damit ist gewährleistet, dass wir mit dem Fahrzeug effektiv arbeiten können.“ Das Mercedes-Fahrgestell des neuen Einsatzfahrzeuges erhielt bei dem Fachunternehmen Schlingmann in Dissen/Niedersachsen den feuerwehrtechnischen Aufbau, der schließlich von der Firma C.B. König in Halstenbek mit den notwendigen Geräten beladen wurde. „Bei dieser Investition haben alle an einem Strang gezogen“, lobt Bürgermeister Bolten die gute Zusammenarbeit von Wehrführung und Gemeinden. Die Fahrzeugbeschaffung geht noch weiter. „Die Ausschreibung für ein MLF, ein mittleres Löschfahrzeug, läuft bereits.“ Volker Bolten rechnet mit einer Übergabe an die Wehr im Herbst nächsten Jahres. Die Kosten dafür sind mit 200 000 Euro veranschlagt, so dass die Beschaffung der beiden Fahrzeuge mit insgesamt mehr als einer halben Million Euro zu Buche schlagen wird.

Übrigens hat das neue HLF 10 schon vor der offiziellen Fahrzeugübergabe seine Bewährungsprobe bestanden. Es kam bei einem Wohnhausbrand in der Bahnhofstraße sowie bei zwei Hilfeleistungen zum Einsatz. Bei der Vorstellung des neuen Fahrzeuges zeigte sich aber auch: Viel größer dürfte das Fahrzeug nicht sein. Es passt genau durch das Rolltor der Fahrzeughalle.


zur Startseite

von
erstellt am 03.Sep.2014 | 12:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen