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Norddeutsche Rundschau

21. Oktober 2017 | 22:12 Uhr

Eingeweiht : Großer Wurf am Klinikum

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Neue Intensivstation und mehr Platz für Unfallchirurgie: 5. Bauabschnitt offiziell eingeweiht.

von
erstellt am 01.Okt.2014 | 12:00 Uhr

Das nächste große Vorhaben ist geschafft. Am Klinikum Itzehoe ist gestern der 5. Bauabschnitt eingeweiht worden. Er beherbergt nach rund zweijähriger Bauzeit vor allem die neue internistische Intensivstation der Medizinischen Klinik und eine Erweiterung der Unfallchirurgie und Orthopädie.

Der Ärztliche Direktor Dr. Michael Kappus, gleichzeitig Chefarzt der Unfallchirurgie, lobte die Innovationskraft im Klinikum und deren Unterstützung durch die Leitung. „Ideen werden in diesem Hause außerordentlich positiv aufgenommen.“ Professor Dr. Michael Kentsch, Chefarzt der Medizinischen Klinik, freute sich über „kollegiales Miteinander auf höchstem Niveau“. Ein besonderer Vorzug des Klinikums gegenüber anderen Arbeitgebern im Krankenhauswesen: „Man darf sagen, was man denkt.“

Herausgekommen ist mit der Intensivstation ein „großer Wurf“ mit zehn Betten, zwei davon für die Isolation der Patienten geeignet. Hinzu kommt ein Aufnahmeraum, auch Schockraum genannt, der immer frei ist für Akutbehandlungen. Vorher sei die Station zwar mit aktueller Apparatur ausgestattet, aber immer mehr beengt gewesen, sagte Kentsch. Nun habe das Klinikum eine der modernsten Intensivstationen Deutschlands, die Menschen der Region könnten sich dort nicht nur von den räumlichen Bedingungen her, sondern auch fachlich sicher fühlen. Denn: „Das medizinische Niveau ist außerordentlich hoch“, stellte der Chefarzt fest.

14 Betten hat die Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie hinzugewonnen, in der auch die Endoprothetik für Gelenkersatz eine große Rolle spielt. Viel Wert wurde auch auf besseren Service und die Ausstattung gelegt: Die Ansprüche im Bereich der Hotellerie seien häufig wichtiger für die Beurteilung als die medizinische Qualität, so Kappus. „Deshalb bleibt Krankenhäusern nichts anderes übrig, als auch diesen Bereich hochmodern auszubauen.“ Daher gehörte auch die Sanierung der Stationen seiner Klinik zum Projekt, die Räume haben nun Badezimmer und sind viel ansprechender gestaltet. Auf dem hart umkämpften Markt müssten sich Krankenhäuser stetig weiterentwickeln, sagte Kappus. Derzeit wird die Station für Allgemeinchirurgie grundsaniert. Man sei zusammengerückt, deshalb gebe es immer noch einen Belegungsengpass, so der Chefarzt.

Die Bauarbeiten brächten stets Belastungen für Mitarbeiter und Patienten, doch das sei alternativlos, sagte Dr. Reinhold Wenzlaff, Vorsteher des Klinik-Zweckverbands. Dass immer Neues entstehe, sei gut, damit das Krankenhaus modern und auf der Höhe Zeit bleibe und dazu ein attraktiver Arbeitgeber sei. Das Klinikum sei eine „tolle Tochter“ für Stadt und Kreis, die diese nichts koste – anders als zum Beispiel in Nordfriesland, wo der Kreis gerade seinem Krankenhaus 4,8 Millionen Euro geschenkt habe für den Bau eines Hubschrauberlandeplatzes.

Für den 5. Bauabschnitt habe der finanzielle Rahmen gereicht, freute sich Wenzlaff. Nicht nur das, so Krankenhausdirektor Bernhard Ziegler: Er liege rund eine Million Euro unter den geplanten Kosten. Das Klinikum erwarte weiter keine finanzielle Unterstützung vom Träger, sondern kämpfe für gute finanzielle Rahmenbedingungen für Krankenhäuser. Wie die Vorredner dankte er dem Sozialministerium für Fördermittel, doch die Kooperation gehe darüber hinaus mit gemeinsamen konzeptionellen Überlegungen. Insgesamt stand für Ziegler wie für Kentsch fest: Das Klinikum Itzehoe brauche sich nicht zu verstecken.

 

Info:

8,8 Millionen Euro hat das Klinikum Itzehoe in den 5. Bauabschnitt investiert. 5,1 Millionen Euro kamen als Förderung vom Kieler Sozialministerium. Ein Kernstück des Neubaus ist die internistische Intensivstation im 1. Obergeschoss, zu der auch die Intermediate-Care-Station gehört für Patienten, die erhöhte Betreuung brauchen, aber keine Intensivstation mehr. Im Erdgeschoss wurden die Stationen 3 und 4 der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie erweitert. Zum Projekt gehörten zudem Büro- und Seminarräume sowie eine Vergrößerung des Klinikrestaurants im 1. Untergeschoss, Werkstatt, Büros und Umkleiden im 2. Untergeschoss sowie die Technikzentrale im 2. Obergeschoss. Parallel zur Erweiterung der Stationen hat das Klinikum mit eigenen Mitteln die Stationen 3 und 4 der Unfallchirurgie sowie 10 und 11 der Medizinischen Klinik saniert.

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