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KRIPPENPLÄTZE : Großer Umbau für die Kleinsten

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Das Itzehoer Kindergarten-Angebot wächst weiter: Kinderhaus Blauer Elefant startet zweite Krippengruppe und erhält den Hort für Schulkinder.

Noch regieren die Handwerker im Kinderhaus Blauer Elefant. Mit dem Start des neuen Kindergartenjahres übernehmen in der Einrichtung des Deutschen Kinderschutzbundes am Markt wieder die Kinder das Kommando – und die Zahl der Kleinsten unter drei Jahren verdoppelt sich mit einer zweiten Krippengruppe. Doch die Baustelle bleibt noch für einige Monate.

„Es wird sich auf alle Fälle bis in den Oktober hinein strecken“, sagt Kinderhaus-Leiter Frank Kölling über die Arbeiten, die seit Mai laufen. Ursprünglich hatte der Kinderschutzbund geplant, sich auf ein Nachbargebäude auszudehnen. Das scheiterte letztlich an den Eigentümern. Dann sollte die Hortgruppe für die 6- bis 14-jährigen Schulkinder zugunsten der zweiten Krippengruppe weg fallen. Denn die Nachfrage für den Hort sei stark rückläufig gewesen, nur noch acht, neun Kinder seien gekommen, so Kölling. Die Kostenträger hoben den Finger, doch plötzlich kehrte sich der Trend um: „Seit dem Spätherbst 2013 ist die Nachfrage wieder deutlich gestiegen“, sagt Kölling. Rund ein Dutzend Kinder werden bereits wieder in der maximal 15-köpfigen Gruppe betreut, weitere Zugänge erwartet: „Dann sind wir aber auch wirklich voll.“

Auch der Bildungsausschuss erkannte jüngst ohne Diskussion an, dass allein die Hortgruppe im katholischen Familienzentrum St. Ansgar nicht reicht, die Stadt soll nach seinem Willen jährliche Mehrkosten in Höhe von 53 000 Euro übernehmen. Denn, so die Verwaltung in der Vorlage, die Betreuung in der Grundschule sei zeitlich enger begrenzt und hinsichtlich der pädagogischen Qualität nicht vergleichbar: „Damit ist sie für berufstätige Eltern sowie für Kinder mit besonderen Bedürfnissen oft nicht ausreichend.“

Für Hort und zweite Krippengruppe reichte der Platz im Kinderhaus nicht – aber er wurde geschaffen, indem die Verwaltung als Mieter im Nachbargebäude Markt 22 unterkam. So wird der Hort in den zweiten Stock ziehen, erst einmal, so Kölling, ist er „netterweise“ bei der Arbeiterwohlfahrt gegenüber untergebracht. Im ersten Stock residieren zwei reguläre Kindergartengruppen mit 40 Kindern. Dort sind Holzvertäfelungen zu entfernen, die teils Fluchtwege säumten: „Das geht natürlich überhaupt nicht, das muss alles umgebaut und verändert werden“, sagt Kölling. Im ganzen Haus wird bei der Gelegenheit die Elektrik erneuert.

Die Krippe mit künftig 20 Kindern zieht von ganz oben ins Erdgeschoss. Entstanden sind zwei Gruppenräume, Räume zum Schlafen, Waschen und für Kleingruppenarbeit sowie eine Küche, kombiniert mit Mehrzweckraum. In der neuen Gruppe sind nach Abmeldungen zwei Plätze frei, doch das werde sich schnell wieder ändern, meint Kölling. Sie wird am Montag langsam mit zwei Kindern starten, in Absprache mit den Eltern kommen die in der Regel ein Jahr alten Kinder erst nach und nach. Erst im Oktober werde die Krippe voll sein, sagt Kölling. Denn: „Jedes Kind muss einzeln und individuell erstmal in die Gruppe eingewöhnt werden.“ Der Großteil bleibt täglich zwischen fünf und acht Stunden.

Vier neue Mitarbeiter stocken das Team im Kinderhaus auf 20 Köpfe auf, sie kommen für die Krippengruppe und für den Hort, weil Angestellte von dort in die Krippe wechselten. „Wir wollten gerade im Bereich der Krippe Leute mit Erfahrung, das hat sehr gut geklappt“, sagt Kölling. Firmierte die eine Krippe bisher als Dschungelgruppe, so sollen die beiden Gruppen jetzt neu benannt werden: „Die Namen müssen die sich erst noch ausdenken.“


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erstellt am 01.Aug.2014 | 17:00 Uhr

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