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Norddeutsche Rundschau

21. Oktober 2017 | 09:33 Uhr

Große Stimme vor kleinem Publikum

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

shz.de von
erstellt am 07.Sep.2014 | 12:41 Uhr

Mal leise, mal eindringlich, mal sanft, mal rau – mit der britischen Sängerin Kyla Brox war eine große Soulstimme in Itzehoe. Im  Veranstaltungszentrum Atzehoe gab sie mit ihrem Lebenspartner Danny Bloomeley an der Gitarre ein akustisches Konzert, das sich hören lassen konnte.

Schade nur, dass das nur recht wenige sehen wollten. Gesanglich ließ sie sich auf der Bühne dennoch nicht beirren. Die Tochter des renommierten Bluessängers Victor Brox demonstrierte über zwei Stunden lang ihre große Bandbreite gesanglicher Qualitäten. Die Soul-Diva gab einen Querschnitt aus ihren bislang vier veröffentlichten Alben zum Besten, mit einem Schwerpunkt auf Titeln ihrer neuesten Scheibe „Live... at last“, deren Titelsong eine Coverversion des gleichnamigen Songs ihres Idols Etta James darstellt. In weiteren Songs wie „Don’t Mess With My Man“ oder „Guilty“ sang sie über Hoffnungen und Ängste, interpretierte verschiedenste Emotionen und versprühte viel Sangesfreude. Bei einigen Stücken spielte sie auch Querflöte.

Mitten im Auftritt erinnerte sich die Sängerin an Ben Heuers Mundharmonika-Spiel – dieser war gemeinsam mit Gastgeber Guntram „Atze“ Horst an der Gitarre als Vorband aufgetreten – und holte ihn auf die Bühne. Die Musiker spielten sich gegenseitig die Bälle zu und sorgten so noch für eine Steigerung. Guntram Horst war hingerissen. „Sie ist fantastisch als Sängerin. Es ist schön, so eine Qualität hier zu haben.“

„Dieser kleine Club ist großartig“, sagte die Sängerin, die sonst vor Tausenden von Zuhörern singt. „Es ist zwar etwas schwierig, da ich die deutsche Sprache nicht verstehe, aber ich hoffe, die Zuhörer verstehen mich.“

Maren und Kurt Bracker waren aus Rosdorf zu Gast. „Die Sängerin hat ein Gesangsvolumen, das seinesgleichen sucht“, so Maren Bracker. Kurt Bracker gefiel auch ihr Mitmusiker. „Seine Art, die Gitarre zu spielen, ist sehr beeindruckend.“

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