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Norddeutsche Rundschau

16. Dezember 2017 | 02:53 Uhr

Große Polizei-Präsenz in Kollmar

vom

shz.de von
erstellt am 08.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Kollmar | Mit einem Messer verletzte ein 19-Jähriger mehrere Personen - ein Elmshorner schwebte nach der Attacke in Lebensgefahr. Das war am Himmelfahrtstag im vorigen Jahr. Wegen "Reifeverzögerungen" kam der 19-Jährige mit einer milden Strafe von zwei Jahren Bewährung davon.

Die Tat beschäftigt die Polizei auch noch in diesem Jahr. Für den Himmelfahrtstag rüstet sie auf. Zahlreiche Beamte der Polizeidirektion Itzehoe werden vor Ort sein, um den Hafenbereich Kollmar und dessen Umgebung zu überwachen.

Die Angst vor erneuter Randale mit schlimmen Folgen ist da. "In den vergangen Jahren haben sich Hafen und Strandbereich Kollmar am Vatertag zu einem immer beliebteren Treffpunkt entwickelt - insbesondere bei Jugendlichen", erklärt Polizeipressesprecher Hermann Schwichtenberg. Bei den Treffen sei reichlich Alkohol konsumiert worden. "Viele Jugendliche, aber auch Kinder, waren so betrunken, dass sie zunächst erstversorgt und dann in Krankenhäuser transportiert werden mussten."

Auch gab es mehrere Gewaltdelikte: Die Polizei musste Platzverweise aussprechen, Personen in Gewahrsam nehmen und Strafanzeigen fertigen. Zudem fanden die Beamten bei betrunkenen Jugendlichen gefährliche Gegenstände.

"Diese Vorfälle gipfelten im vergangenen Jahr in einer lebensgefährlichen Messerstecherei unter Betrunkenen", erklärt Schwichtenberg.

Zudem betont er, dass Verstöße gegen den Jugendschutz konsequent angezeigt werden. "Betrunkene Kinder oder Jugendliche werden den Eltern übergeben oder einer geeigneten Einrichtung." Und das kostenpflichtig.

Überwacht wird von der Polizei auch, ob jemand betrunken Auto oder Rad fährt.

Kontrolliert werden ferner landwirtschaftliche Gespanne, die am Vatertag sehr beliebt sind. Wer damit fährt und Mitfahrer hat, muss einen Personenbeförderungsschein haben.

Erlaubt sind der Verzehr von Bier und Wein ab 16 Jahren und der Verzehr von Branntwein und Alkopops ab 18 Jahren - aber Achtung: Personen über 18 Jahren dürfen keinen Alkohol für Kinder und Jugendliche einkaufen oder an sie abgeben.

Betrunkene Kinder und Jugendliche werden zum eigenen Schutz in Gewahrsam genommen, die Eltern werden informiert und diese können das Kind von der Polizeistation Kollmar abholen. Notfalls werden sie nach Hause gebracht, diese Kosten tragen die Eltern. "Kann das betrunkene Kind oder der betrunkene Jugendliche nicht in geeigneter Weise untergebracht werden, wird das Jugendamt eingeschaltet." Die Unterbringung erfolge dann in einem Heim im Kreis Steinburg, dort kann auch der Rausch ausgeschlafen werden. Die Kosten betragen rund 250 Euro und sind von den Eltern zu zahlen, teilt der Polizeipressesprecher mit.

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