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Tolles Jugend-Projekt : Große Ernte bei kleinen Gärtnern

vom
Aus der Redaktion der Wilsterschen Zeitung

Zum Jugendzentrum (JuZe) Wilster gehört seit zwei Jahren ein Kleingarten, wo mit großer Unterstützung des Gartennachbarn gepflanzt und geerntet wird.

von
erstellt am 24.Okt.2013 | 17:00 Uhr

Jeden Montag und Mittwoch ist eigentlich Gartennachmittag im Jugendzentrum (JuZe) angesagt, nun liegt bereits die zweite Saison auf dem Gelände in der Anlage des Kleingärtnervereins Wilster hinter den jungen Gärtnern und dem JuZe-Team Jens Grimm und Bärbel Jahnke-Behrens. „Wir hätten es uns einfacher vorgestellt“, räumt Bärbel Jahnke-Behrens ein. „Ohne Klaus Mohr würde hier nichts laufen“, lobt sie den Gartennachbar, der ihnen stets hilfreich unter die Arme greife, beispielsweise den Kartoffelgarten umgegraben und den Rasen gemäht hat. „Der Garten ist sehr arbeitsintensiv“, fügt Bärbel Jahnke-Beehrens hinzu, und bei den festen Nachmittagen habe es manchmal Probleme gegeben. „Mal hat es geregnet, mal war es zu heiß.“ Nicht alle Kinder und Jugendlichen sind beim Gärtnern begeistert bei der Sache, vor allem wenn es ums Unkraut jäten geht. Doch einige sind trotzdem eifrig dabei, haben natürlich besonderen Spaß an der Ernte. Im nächsten Jahr soll die Gartenarbeit einfacher werden. „Nicht so pflegeaufwendig“, fügt Jens Grimm hinzu. Dann wird es ein Erdbeerbeet, ein Kartoffelfeld, Kräuter und Äpfel geben.

Die Ernte fiel übrigens in diesem Jahr ausgesprochen gut aus. Grimm: „283 Kartoffeln haben wir geerntet.“ Und das bedeutete für die Kinder, gemeinsam Bratkartoffeln zu braten, Kartoffelchips und Pommes selbst herzustellen. Eine wichtige Erfahrung war es für die Jungen und Mädchen zu erleben, welche Mühe und Arbeit mit Ernte und Verarbeitung verbunden sind – und wie gut frische Produkte schmecken.

Mit besonderem Eifer haben sich Tjark und Laura der Verarbeitung der jüngst geernteten Äpfel gewidmet: Sie haben entdeckt wie vielfältig das Obst in der Küche verwendet werden kann. Gemeinsam wurde im Jugendzentrum Apfelkuchen nach Rezept gebacken, wobei die Kinder sich auch um die Einkaufsliste für die Zutaten kümmerten und die gesamte Vorbereitung selbstständigt übernahmen – und dabei ebenfalls Arbeiten delegierten: Mit dem Äpfelschälen beispielsweise wurde Jens Grimm beauftragt. „Und wir haben Apfel-Crumble zu essen bekommen“, schwärmt Bärbel Jahnke-Behrens weiter, von Jens Grimm lächelnd bestätigt: „Das Apfel-Crumble von Tjark ist besser als bei jedem Profi.“

Neben Ernte- und Kochvergnügen bot der Schrebergarten auch Abenteuerliches wie das Zelten für die Jungs, gemeinsames Grillen und so manche handwerkliche Erfahrung wie die Fertigstellung der Kompostkiste. Am Geräteschuppen muss noch das Dach dicht gemacht werden, die JuZe-Hütte wurde weiter hergerichtet. „Wir könnten noch Spaten und Schaufeln gebrauchen, und einen funktionstüchtigen Elektro-Rasenmäher“, so Jens Grimm. Wer entsprechendes in gutem Zustand spenden möchte, kann sich im JuZe (04823/7202) melden.

Jens Grimm und Bärbel Jahnke-Behrens ziehen insgesamt ein positives Fazit: „Wir fühlen uns hier wohl, und wir glauben, dass es immer noch ein gutes Projekt ist.“

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