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Norddeutsche Rundschau

21. August 2017 | 01:37 Uhr

Großbaustelle Kommandantengraben

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Neue Kanalisation und breitere Straße geplant / Arbeiten dauern zwei Jahre / Anwohner müssen zahlen

Es wird wieder eine Großbaustelle, aber diesmal mit sichtbaren Veränderungen: Im kommenden Jahr wird am Kommandantengraben eine neue Kanalisation gelegt. Dies nutzt die Stadt, um unter anderem die Straße von jetzt 4,60 Meter auf sechs Meter zu verbreitern – dies im Teilstück vom Neubaugebiet Palais-Garten bis hin zur Königstraße.

Gebaut werden soll laut Bauamtsleiter Lüder Busch in drei Abschnitten. In dem Bereich bei der Polizei werden zudem elf weitere Parkplätze geschaffen. Geplant ist zudem ein durchgängiger Fußweg. Die Anwohner sind bereits in einer Versammlung informiert worden. Auch darüber, dass sie Straßenausbaubeiträge zahlen müssen.

Die Stadtentwässerung (SEG) wird zunächst die Schmutzwasser- und Regenwasserleitungen am Kommandantengraben und der „Dithmarschenstraße“ im Teilbereich von der Königstraße bis Einmündung Dithmarschenstraße erneuern. „Beginn ist im März 2016, wenn es die Witterung zulässt“, sagt Björn Johannsen, zuständiger Ingenieur bei der SEG. Die Leitungen seien von 1960, sie müssten ausgebaut werden. „Es hat starke Versackungen in den Kanälen gegeben. Das Wasser kann nicht mehr vernünftig durchfließen.“ Der erste Bereich umfasse den Abschnitt am Neuendeich beim Pumpwerk und gehe bis zum Neubaugebiet „Palais-Garten“. Im zweiten Jahr werde dann bis zur Königstraße weitergebaut. Gleichzeitig sind die Stadtwerke mit dabei, um Versorgungsleitungen zu erneuert. Den Ausbau der Straße übernimmt die Stadt Glückstadt.

Der Kommandantengraben ist die Hauptverkehrstraße von der Stadt hin zum Hafen. Unter anderem fahren dort Tankwagen, die Treibstoff für Schiffe bringen – aber auch Wohnmobile und Autos. Doch die Straße weist laut Stadtverwaltung Unebenheiten und Schadstellen auf. Zudem hat sie keinen frostsicheren Aufbau und ist nicht ausreichend tragfähig. Nach dem Stand der Technik und dem jetzigen Zustand der Straßen ist für die Stadt ein Ausbau „unumgänglich“.

Wie bei anderen gemeinsamen Projekten auch, wird die Stadtentwässerung die gesamte Planung, Ausschreibung, Vergabe, Bauüberwachung, Abrechnung und Vertragsabwicklung mit den beauftragten Ingenieurbüros übernehmen. Alles geschieht in Abstimmung mit der Stadt und den Stadtwerken.

Strittig war im jüngsten Bauausschuss ein zurzeit unbefestigter Weg, der vor dem Haus der Tierarztpraxis Frauen in Richtung Königstraße verläuft. Meike Sierck (SPD) forderte, diesen auszubauen, statt nur auf den einen Fußweg auf der anderen Seite zu setzen. Dieser „Trampelfad“ soll dann künftig gepflastert werden, dies beschlossen die Politiker nach kurzer Diskussion.

Peter Kelsch als Vertreter des Seniorenbeirates forderte mehr Bänke für den Fußweg. Woraufhin Bauamtsleiter Lüder Busch ihn aufforderte, ihm die passenden Stellen auf der Strecke für die Planung zu nennen.

In den Haushalt 2016 werden an Kosten vorerst 572 900 Euro eingestellt. Die Grundstückseigentümer müssen sich finanziell an den Ausbauprojekten beteiligen: 65 Prozent sind für Regenwassereinläufe, Parkplätze und Beleuchtung zu zahlen, 55 Prozent für die Fahrbahn und 70 Prozent für Gehweg, Borde und Rinnen. Die genauen Zahlen werden errechnet, wenn das Ergebnis der Ausschreibungen für die Baumaßnahmen vorliegen.

Nicht bezahlen müssen die Anlieger für den Gehweg auf der Freibadseite. Dieser ist erst vor 25 Jahren erneuert worden. Nach gängiger Rechtsprechung haben Anlagen, für die Ausbaubeiträge zu erheben sind, eine Mindesthaltbarkeit von 30 Jahren. Dieser Zeitraum ist noch nicht abgelaufen, eine Beitragsveranlagung für den Geh- und Radweg in diesem Bereich ist nicht möglich, heißt es von Seiten des Bauamtes.

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erstellt am 21.Okt.2015 | 17:59 Uhr

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