Vier Projekte in Arbeit : Großbaustelle Klinikum

Vor der Baugrube:  Architekt Cristian Koch (l.), Projektleiterin Lena Hagelauer und E-Technik-Leiter Klaus Gosau (r.) mit Werner Christiansen, Bernhard Ziegler und Reinhold Wenzlaff (v.l.) vom Klinikum.
Vor der Baugrube: Architekt Cristian Koch (l.), Projektleiterin Lena Hagelauer und E-Technik-Leiter Klaus Gosau (r.) mit Werner Christiansen, Bernhard Ziegler und Reinhold Wenzlaff (v.l.) vom Klinikum.

Die Arbeiten an vier Neubauten am Klinikum Itzehoe laufen auf Hochtouren.

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27. Juni 2018, 05:00 Uhr

37,2 Millionen Euro – so viel investiert das Klinikum Itzehoe insgesamt aktuell in vier Neubauten auf dem Gelände an der Robert-Koch-Straße. Während im Zentrum für Psychosoziale Medizin und dem Bildungszentrum inzwischen vor allem im Innenbereich gearbeitet wird, wird beim Parkhaus und bei der neuen Palliativstation der Beginn des Hochbaus vorbereitet.

Wo in einem halben Jahr bis zu 687 Autos parken sollen, ist aktuell noch eine Baugrube. „Nach anfänglichen Startschwierigkeiten aufgrund der Bodenverhältnisse geht es jetzt sehr gut voran“, sagt Werner Christiansen, Technischer Leiter des Klinikums. Momentan wird als erster Teil des Hochbaus das Treppenhaus aus Fertigbauteilen errichtet. Parallel laufen die Bodenarbeiten weiter. 8,8 Millionen Euro wird die neue Anlage kosten, die die oft angespannte Parkplatzsituation rund um das Klinikum mit seinen 2200 Mitarbeitern und zahlreichen Besuchern dauerhaft entspannen soll.

Bei der Palliativstation laufen die Vorbereitungen für das Fundament, erklärt Christiansen. „Auch die Versorgungsleitungen werden verlegt.“ Fertigstellung ist dort für das Frühjahr 2019 geplant. Drei Millionen Euro kostet der Neubau, der zwölf Plätze für unheilbar kranke Menschen bieten soll. Bisher hatte das Klinikum keine vergleichbare Station.

Wesentlich weiter fortgeschritten ist das größte Neubauprojekt seit der Entstehung des Klinikums in Edendorf: Das Zentrum für Psychosoziale Medizin ist äußerlich bereits weitgehend fertig. „Die Fassade ist dran, die Gerüste sind abgebaut“, sagt Christiansen. Nun laufe der Innenausbau auf Hochtouren. Etwas Verzögerungen gab es beim Trockenbau, sodass die neue Psychiatrie etwas später als ursprünglich geplant ab Dezember bezogen werden kann. Parallel wird eine unterirdische Verbindung des neuen Zentrums mit dem Hauptgebäude gebaut. 18,4 Millionen Euro kostet der Neubau, plus eine Million für den Tunnel. 12,1 Millionen Euro Fördermittel bekommt das Klinikum.

Das Gebäude soll nicht nur mehr Platz für die Behandlung psychischer Erkrankungen bieten. Durch den Umzug der entsprechenden Bereiche sollen auch dringend benötigte Kapazitäten für andere Stationen entstehen. Der Bedarf ist wegen der dauerhaft steigenden Patientenzahlen am Klinikum groß.

Mehr Platz bekommt schließlich auch der Bereich Aus- und Fortbildung im vierten aktuellen Neubau: Beim Bildungszentrum wird gerade die Fassade verkleidet. Auch bei dem sechs Millionen Euro teuren Bau steht dann der Innenausbau an, der bis zum Herbst abgeschlossen werden soll.

Ein Ende des Baumarathons am Klinikum ist auch nach Abschluss der aktuellen Projekte nicht in Sicht: Krankenhausdirektor Bernhard Ziegler kündigte bereits weitere Bauarbeiten an, unter anderem im Bereich der chronisch überlasteten Notaufnahme. Zunächst sollen aber die aktuellen Bauprojekte abgeschlossen werden.

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