Heisse Wettkämpfer : Grill-Meister in Schwarz

Die Stör-Griller mit ihrem neuen Pavillon (v.l.): Claudia Doll, René Meyer, Sönke Doll, Heiko Falkenbach und Kristian Smolka.
Die Stör-Griller mit ihrem neuen Pavillon (v.l.): Claudia Doll, René Meyer, Sönke Doll, Heiko Falkenbach und Kristian Smolka.

Itzehoer Hobbyköche feiern Erfolge bei Grill-Wettkämpfen. Im nächsten Jahr geht es zur Deutschen Meisterschaft.

shz.de von
31. August 2018, 11:57 Uhr

Ob Fisch, Fleisch oder vegetarisch, süß oder herzhaft – es ist schon Einiges auf ihrem Grill gelandet. Dass „Die Stör-Griller“ bei ihren Experimenten sehr erfolgreich sind, zeigte sich mit ihrem Sieg bei der Deutsch-Afrikanischen Grillmeisterschaft im Serengeti-Park Hodenhagen. Morgen treten die Stör-Griller bei der Bremer Landesmeisterschaft an.

Die Stör-Griller, das sind die fünf Grillbegeisterten Sönke und  Claudia Doll, Heiko Falkenbach, Kristian Smolka und René Meyer. Entstanden ist das Team durch eine Idee von Sönke Doll. „Ich habe im Internet die Ausschreibung für die erste Schleswig-Holsteinische Grillmeisterschaft gesehen und Heiko gefragt, ob er nicht Lust hätte, mit mir mitzumachen“, erzählt er. Die beiden suchten sich dann noch drei weitere Teammitglieder, um für jeden der fünf Gänge einen Verantwortlichen zu haben.

In der Gruppe sind, ausgenommen die gelernte Köchin und Konditorin Claudia Doll, alle Hobby-Griller. Gleich bei ihrem ersten Wettbewerb waren sie erfolgreich: Bei den Amateur-Grillern erreichten sie den zweiten Platz. „Ursprünglich war  unser Ziel, dass wir mal zu den Deutschen Grillmeisterschaften eingeladen werden“, sagt Doll.

Bis sie diesen Plan mit dem Sieg bei der  Meisterschaft im Serengeti-Park in die Tat umgesetzt haben, hat es einige Vorbereitung benötigt. Einmal pro Woche traf sich das Team zum Training und „um die Gänge zu diskutieren“, erzählt Kristian Smolka. Gemeinsam wurde probiert und kritisiert, was der jeweils Verantwortliche für den Gang bis zum nächsten Mal verbessern muss. Erst wenn von allen das Urteil „mega“ kommt, darf ein Gericht beim Wettbewerb auf den Teller.

Wenn das Team bei Meisterschaften antritt, gelten, wie beim Sport, strenge Regeln. „Zum Beispiel darf auf dem Teller nur Essbares liegen, und alles muss auf dem Grill zubereitet sein“, erklärt Falkenbach. Auch die Zutaten sind oft vorgegeben. Das kann im Training zum einen zu einem hohen Kostenaufwand, zum anderen aber auch zu Appetitlosigkeit führen. „Mit gegrilltem Camembert kann man mich jetzt jagen“, erzählt Smolka. „Man ist dann froh, wenn man etwas Neues machen darf“, weiß auch Sönke Doll, der inzwischen keine Kochbanane mehr mag.

Seinen schnellen Erfolg führt das Team auf das intensive Training und den Spaß am Grillen zurück. Wenn die anderen Teams mit Profi-Ausrüstung und Alu-Tischen ankommen, „kommen wir mit unserer Bierzeltgarnitur und machen das Ganze hemdsärmeliger, dafür aber konstant gut“, erklärt Doll.

Dass das Hobby der Fünf nicht gerade preiswert ist, ist kein Geheimnis. Durch die Erfolge konnte das Team mit dem Preisgeld einen neuen Pavillon anschaffen. Ansonsten werde in Fleisch, Gewürze und Ausrüstung investiert. Die Freikarten für den Serengeti-Park, die die Stör-Griller gewonnen haben, schenken sie ihrem  Sponsoren, dem Himmel + Erde.

Bis auf die Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft im August kommenden Jahres hat das Team noch keine Ziele. Im Winter ist erstmal Grill-Pause „das Training geht im Februar wieder los“, sagt Doll. Denn im Gegensatz zu anderen Teams, die über ihr Grillen Videos drehen oder bloggen, „wollen wir Spaß haben“, sagt Kristian Smolka. „Wir sind einfach alle mit Herz dabei.“

> Aktuelle Infos der Stör-Griller gibt es auf stoer-griller.de oder auf der Facebook-Seite des Teams.

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