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Begeistertes Publikum : Grenzenloser Narren-Spaß

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Vierstündige Prunksitzung der Marner Karnevalisten. Tosender Applaus für Musiker, Tänzer und Büttenredner.

Für ein paar Stunden entführten die Marner Karnevalisten ihre Gäste bei der ausverkauften Prunksitzung in eine närrische Welt voller Stimmung. Musiker, Tänzer und Büttenredner sorgten für ein vierstündiges Programm auf der Bühne des Holsteinischen Hauses. „Lampenfieber haben sie alle,“ meinte lächelnd Sitzungspräsidentin Maike Petersen. Doch davon war beim Kinderprinzenpaar Elaine I. (Ringeloth) und Marvin I. (Langanki) bei der Begrüßung der großen Gäste nichts zu spüren. Spannender war es da schon bei der Prinzenrede der großen Majestäten Sylvia I. und Peter IV. (Nagel). Sie boten auf der Bühne einen Schlagabtausch der Geschlechter und gaben den Zuhörern einen kleinen Einblick in das private Karnevalsleben der Familie Nagel. „Ja wenn das so ist, dann melden wir uns für das nächste Jahr im Dschungelcamp an“, lud MKG-Präsident Heiko Claußen die Sitzungspräsidentin Maike Petersen ein. „Da können wir gar nicht hin. Wir sind ja keine C-Promis. Wir sind A-Promis und haben das gar nicht nötig“, lehnte Petersen danken ab.

Und genauso ist es auch. Ohne die Bühnenakteure wäre der Marner Karneval undenkbar. So auch mit dem ersten Büttenredner Torben Ringeloth, dessen Metier die Welt zwischen Frau und Mann ist. Doch in diesem Jahr wurde für die Gäste „sein schlechtes Gewissen“ hörbar. Seine Tochter Prinzessin Elaine I. zeigte ihm deutlich die Realität zu seiner Welt auf und sorgte damit für die ersten großen Lacher im Saal. Als Duo waren sie an diesem Abend humoristisch unschlagbar. Mit Viktoria Keys, die von ihrer Miss-Wahl berichtete, und Sandra Lorenz, die als 70-Jährige Emma Lehmann den Führerschein machte, hatten die Zuschauer weitere Gründe für tosenden Applaus. Da hatten es Torben Ringeloth und Sönke Schlömer mit ihren Einzelauftritten in den späteren Abendstunden schon schwerer, gegen ein immer lauter werdendes Publikum ihre Witzpointen richtig zu setzen. Aufmerksam wurden die Zuschauer bei den Tanzdarbietungen der verschiedenen Garde-Gruppen. Mit rund 70 Mädchen und Jungen in vier Kindergarden hat die MKG keine Nachwuchssorgen.

Die MKG-Teens sind eine der Gruppen und zeigten mit ihrem Tanz „I love it“, dass sie den Tanz in Perfektion beherrschen. Von sanften Tönen und ruhigen Tanzschritten wechselten sie in schnelle Rhythmen. Das MKG-Ballet sorgte mit ihrem Tanz „Sexy legs“ genauso wie das Tanzmariechen Lena Urthel für begeisterte Pfeifkonzerte und stürmischen Applaus im Publikum. Die Musikformation Drums and Pipes brachte mit Liedern wie „Heut ist so ein schöner Tag“ gute Stimmung. Lieder für die gute Laune hatten auch Achim Haack und Rainer Heinrich im Gepäck. Während Haack eher durch ein ausgefallenes Kostüm und eine gute Bühnenpräsenz begeisterte, brillierte Heinrich mit einer tollen Stimme. Weltpremiere hatten in diesem Jahr die MKG All Stars auf der Bühne. Seit neuestem hat die Karnevalsgesellschaft in ihren Reihen auch einen eigenen Chor, der aus Mitgliedern aller MKG-Sparten besteht. Mit dem Titel „Eine neue Leber ist wie ein neues Leben“ begeisterten sie die Menge so, dass es die Wenigsten auf ihren Plätzen hielt. Es wurde auf Stühlen und Tischen gesungen und getanzt, während sich eine Polonaise durch die Tischreihen schlängelte.

Als Schlusspunkt der Prunksitzung entführte das MKG-Ballet die Karnevalsfreunde in wärmere Gefilde. Ein Hauch von Bollywood eroberte beim Tanz „Indian Waves“ mit akrobatischen Einlagen die Bühne. Dieser Abend hat Lust auf mehr gemacht. Das kann es nur noch heißen „Marn‘ hol fast“. Denn Marne kann sich für den Rosenmontagsumzug am 3. März schon mal gut festhalten, denn die Karnevalisten sind nach diesem Abend richtig in Feierlaune. „Es liegen bereits 60 Anmeldungen mit über 1.000 Aktiven für den Rosenmontagsumzug vor“, verkündete Karnevalspräsident Heiko Claußen, der auch gleich eine Wetterprognose gab. „Es wird das erste Mal seit vielen Jahren so warm sein, dass ich in kurzer Hose komme.“



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