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Norddeutsche Rundschau

18. Oktober 2017 | 15:19 Uhr

Gratulationen und mahnende Worte

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Große Koalition freut sich über Erfolg für Bürgermeister Koeppen, kleine Fraktionen fordern Transparenz

von
erstellt am 10.Nov.2015 | 05:00 Uhr

Glückwünsche zur Wiederwahl bekam Bürgermeister Andreas Koeppen von allen Seiten in der Stadtpolitik – Fraktionsvorsitzende und Einzelabgeordnete aus der Ratsversammlung garnierten dies jedoch mit mahnenden Worten.

Der SPD-Landesvorsitzende Ralf Stegner nicht. Er gratulierte seinem Parteifreund „sehr herzlich“ und betonte: „Er hat in den vergangenen Jahren hervorragende Arbeit geleistet.“ Das hätten die Wähler mit einer Zustimmung von 84,7 Prozent bestätigt. Die geringe Wahlbeteiligung von 29,19 Prozent bedauerte Stegner: „Die kommunale Ebene hat den größten und direktesten Einfluss auf das Leben der Menschen. Es ist sehr schade, dass dennoch nur so wenige an kommunalen Wahlen teilnehmen.“

Von einem „überragenden Wahlsieg“ sprach CDU-Fraktionsvorsitzender Ralph Busch und freute sich auf die weitere erfolgreiche Zusammenarbeit. Die Wahlbeteiligung bedauerte er, „denn so eine wichtige Wahl hätte ein größeres Interesse verdient, zumal Itzehoe vor sehr großen Herausforderungen steht“. Umso erfreulicher sei die Wiederwahl.

SPD-Fraktionschef Sönke Doll gratulierte ebenfalls zum „herausragend guten Wahlergebnis. Es ist ein Zeichen der Anerkennung für sechs sehr engagierte und erfolgreiche Jahre als Bürgermeister von Itzehoe.“ Er freue sich, mit Koeppen auch in den kommenden sechs Jahren die Zukunft der Stadt gestalten zu dürfen.

Die FDP sei gerade mit Blick auf die aktuellen Herausforderung zu einer konstruktiven Zusammenarbeit bereit, sagte Fraktionschef Jörn Michaelsen. „Angesichts der geringen Wahlbeteiligung erwarten wir von Herrn Dr. Koeppen aber auch, dass er als Bürgermeister sein Wirken nicht an Parteigrenzen, sondern am Wohl aller Itzehoerinnen und Itzehoer ausrichtet.“

Koeppen möge „mit dem Rückenwind des deutlichen Wahlergebnisses in Zukunft des Öfteren auch jenseits seiner komfortablen Wohlfühlzone ‚große Koalition‘ sichtbarer“ werden, wünschte sich Karl-Heinz Zander (Bündnis 90/ Grüne). „Wenn er sich in seiner zweiten Amtsperiode mehr Transparenz und Mitnahme auf seine Fahnen schreibt, wird er eine noch breitere Zustimmung erfahren.“ Bei der Lösung der aktuellen Aufgabe, die sich mit der Aufnahme der Flüchtlinge stelle, habe er die volle Unterstützung der Grünen, die darin wie Koeppen eine große Chance für die Zukunftsfähigkeit der Stadt sähen.

„Wir erwarten für die nächsten Jahre jetzt die Umsetzung der angekündigten Programmpunkte, insbesondere den zügigen Baufortschritt beim Haus der Jugend, die Arbeit am städtebaulichen Konzept für das Alsen-Gelände und den Einsatz für die Radfahrer in unserer Stadt“, so Günter Wolter vom IBF. Er ergänzte den Appell, „die kleinen Fraktionen nicht nur als Störfaktor zu sehen, sondern sie auch als gleichwertige gewählte Vertreter neben den Mehrheitsfraktionen zu akzeptieren.“

Für die UWI gratulierte Hans Emil Lorenz und stellte fest: „Das Wahlergebnis hat die UWI nicht überrascht, weil die von ihr geforderten Stellenanzeigen in den Printmedien durch die große Koalition verhindert wurden.“ Daher hätten nur die Kandidaten aus der Region zur Verfügung gestanden.

Kirsten Lutz (DAF) fasste sich kurz: „Herzliche Glückwünsche zur gewonnenen Wahl und viel Glück in der kommenden Amtszeit.“ Auch Ernst Molkenthin (Linke) gratulierte zur Wiederwahl, „verbunden mit den Wünschen, dass die Ratsversammlung wieder ein Ort der politischen Debatten wird.“

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