Gemeindefest in Glückstadt : Gottesfürchtigkeit wird belohnt werden

Gemeinsam mit Femke, Tammo und Levke baut Pastor Egenberger symbolisch die Gefängnismauern für Paulus auf.
Gemeinsam mit Femke, Tammo und Levke baut Pastor Egenberger symbolisch die Gefängnismauern für Paulus auf.

Das Gemeindefest der Kirche in Glückstadt steht im Zeichen der Gottesfürchtigkeit.

shz.de von
26. August 2018, 14:43 Uhr

Was ist eigentlich Gottesdienst? Diese Frage wollten Pastor Stefan Egenberger und das Organisationsteam des Gemeindefestes klären. Eigentlich hatte es eine lange Tafel auf dem Kirchplatz werden sollen. „Wir haben geplant und vorbereitet und dann doch alles noch einmal über den Haufen geworfen“, erklärte Egenberger. Denn die regnerische Wetterlage machte ein Fest im Freien doch eher unmöglich.

So wurde die Tafel in der Kirche aufgebaut und lud nach dem Gottesdienst zum gemeinsamen Essen und Trinken ein. Das gehört auch zum Gottesdienst hatte Egenberger zuvor herausgefunden. Dazu hatte er zwei biblische Geschichten herangezogen. Eine handelt von Paulus und seinem Freund Silas, die zu Unrecht ins Gefängnis geworfen wurden. Doch sie sind nicht traurig oder wütend darüber. Nein, sie beginnen zu singen. Und, weil sie schon so lange keinen Gesang mehr gehört haben, fallen auch die anderen Gefangenen in seinen Gesang mit ein. „Ich lobe meinen Gott“, singen sie gemeinsam und tun damit ihren Gottesdienst. So bringen sie die Gefängnismauern zum Einsturz und alle zu Unrecht Eingesperrten sind frei.

Egenberger bezog auch die Kinder, die am Gottesdienst teilnahmen, mit in die Geschichte ein. Sie bauten die Gefängnismauern auf, die Paulus später zum Einsturz bringt. Dass beim Aufbau bereits einige Steine wieder in sich zusammenstürzten, machte dabei nichts aus.

Wichtig war einzig die Botschaft: Gottesfürchtigkeit wird belohnt werden. Und so aßen und tranken im Anschluss alle gemeinsam an der schön gedeckten Tafel und feierten den Gottesdienst damit weiter. Es gab Fleisch und Würstchen, aber auch Gemüse und Fisch, die neben der Kirche frisch gegrillt wurden. Dazu hatten viele Besucher die Beilagen beigesteuert: Salate, Brot und Soßen. Es wurde ein gemütlicher Abend, an dem Alt und Jung noch lange beisammen saßen und Freude am Miteinander hatten.

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