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Antikriegs- und Weltfriedenstag : Gottesdienste und Familienfest

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Der Kriminalpräventive Rat der Stadt Kellinghusen und die evangelischen Kirchengemeinden Kellinghusen sowie Stellau laden zum sechsten Friedenstag am 1. September ein. Gottesdienste und fröhliches Familienfest geplant.

Zum sechsten Friedenstag in Kellinghusen am Sonntag, 1. September, laden der Kriminalpräventive Rat der Stadt (KPR) sowie die evangelischen Kirchengemeinden Kellinghusen/Stellau ein. Anlass ist der europaweit begangene Internationale Antikriegs- und Weltfriedenstag am Jahrestag des Überfalls von Nazideutschlands auf Polen 1939 und der Beginn des Zweiten Weltkriegs. Für das Pressefoto wählen die Verantwortlichen Heinz-Jürgen Heidemann und Horst Nitz (KPR) sowie Pastorin Gritta Koetzold die Friedensstele auf dem Gelände der St. Cyriacuskirche. Das 2007 von der Kellinghusener Bürgerinitiative „Friedensstele und Stolpersteine, Stadtwege zur Mitmenschlichkeit“ aufgestellte schlichte Mahnmal mit der Inschrift „Frieden“ fand seinen Platz auf dem Gelände der St. Cyricuskirche.

An den diesjährigen Feierlichkeiten ist die evangelische Kirche mit zwei Gemeinden beteiligt: Friedensgottesdienste werden in den Gotteshäusern in Stellau (9.30 Uhr) und Kellinghusen (11 Uhr) abgehalten. „Wir werden zwei Abendmahlsgottesdienste feiern“, sagt Pastorin Koetzold. Dem Anlass entsprechend werde es sowohl in Stellau als auch in Kellinghusen Themengottesdienste mit angepassten Liturgien geben. In der Bibel fänden sich etliche Stellen, die zum Thema Frieden sehr instruktiv und überraschend in ihrer Klarheit seien, erklärt Koetzold. Auch das Christentum habe eine dunkle Geschichte in der Verfolgung Andersartiger. Zudem könne die Kirche hinsichtlich ihrer Rolle im Dritten Reich keine gänzlich weiße Weste vorweisen. Mit den geplanten modernen Gottesdiensten zum Antikriegs- und Weltfriedenstag hofft die Pastorin neben den älteren Generationen auch die Jugend anzusprechen. „Ich freue mich sehr darüber, dass in Stellau bereits Mitglieder der Pfadfinder ihre Mitarbeit zugesagt haben.“ Neben Predigt und Abendmahl sollen in beiden Gottesdiensten Lesungen von biblischen und modernen Texten die Generationen ins Gespräch bringen.

Am Nachmittag setzt sich die Friedenstag von 14.30 Uhr bis 17.30 Uhr auf dem oberen Marktplatz (bei Regen im Bürgerhaus) mit einem fröhlichen Familienfest mit Gesprächen bei Musik, Kaffee und Kuchen fort. Ein spezielles Programm sei nicht vorgesehen, sagt Heinz-Jürgen Heidemann. „Wir freuen uns über geplante und spontane Beiträge.“ (Mitteilung an die Organisatoren: heidemann.kellinghusen@gmx.de.) Es sei gewiss ein Wagnis, zu einem derartig auf direkte Mitwirkung ausgerichteten Fest einzuladen. Die Veranstalter seien aber guter Dinge, dass sich auch auf diese Art genügend Beiträge finden. Auch für die Mitglieder politischer Parteien biete das Bürgerfest eine Möglichkeit zu zeigen, dass ein gemeinsames Feiern eines solchen Tages zum demokratischen Selbstverständnis gehöre, auch und gerade in Zeiten des Wahlkampfes. „Gleiches gilt für alle Vereine und Institutionen“, so Heidemann. Denn ein erfolgreiches Miteinander sei nur im Frieden möglich.

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