Kultur : Gospelchor gratuliert sich selbst zum Geburtstag

Begeisterten ihr Publikum: It’z Gospelpower im Theater.
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Begeisterten ihr Publikum: It’z Gospelpower im Theater.

Starke Stimmen im Theater

shz.de von
18. Mai 2015, 17:15 Uhr

Schon beim zweiten Lied hielt es das Publikum nicht mehr auf den Plätzen: der Gospelchor It’z Gospelpower, der Sonnabend mit einem Konzert im Theater sein zehnjähriges Bestehen feierte, brachte die Zuhörer mit mitreißenden Stücken zum Klatschen und Mitsingen.

Zur Geburtstagsfeier des Chors, der von einer kleinen Band unterstützt wurde, war das Theater fast voll besetzt mit Menschen aller Altersgruppen. Gegliedert war der Abend in Rubriken. Anfangs trug der Chor Spirituals vor. Die eingängigen und bekannten Melodien animierten die Zuhörer zum Mitsingen. Zwischendurch konnten Solosängerinnen mit ihren Stimmen beeindrucken und ernteten lauten Applaus.

Chorleiter Volker Dymel bezog sein Publikum in das Konzert mit ein, ließ einige Zuschauer sogar in sein Mikrofon singen. Die lockere und fröhliche Atmosphäre wurde manchmal durch gefühlvolle und ruhige Stücke unterbrochen, die insbesondere die Harmonie des Chors und die geschulten Stimmen zeigten.

Zwischen den Stücken moderierte Dymel den Abend. So erzählte er von der Entstehungsgeschichte des Chors, den er vor zehn Jahren gegründet hatte und der seitdem stetig Zulauf bekommt. Mit rund 45 aktiven Mitgliedern tritt er an unterschiedlichen Orten auf, regelmäßig im Hamburger Michel, aber auch auf Hochzeiten oder Trauerfeiern.

Schon zur Hälfte des Konzerts waren die Zuhörer vollauf begeistert: „Das ist ein unwahrscheinliches Klangvolumen, es gefällt mir sehr gut“, schwärmte Christel Möller aus Itzehoe. Nach der Pause, die der Chor nutzte, um die Kleider gegen glänzende Roben zu tauschen, ging es mit eigenen Songs weiter. Auf dem Programm standen auch zwei deutsche Lieder, alte Kirchenhymnen, die Dymel so umgeschrieben hatte „dass sie gospelig klingen“. Es folgten mehrere bekannte Filmmusik-Stücke aus Sister Act, Blues Brothers oder The Preacher’s Wife.

Das Publikum blieb für die letzten Stücke einfach stehen, ihre Begeisterung drückten die Zuhörer durch laute Pfiffe und langen Applaus aus. Auch Volker Dymel wurde von den Melodien gepackt und präsentierte einige Tanzschritte.

Nach mehreren Zugaben, darunter „Halleluja Amen“, das mit Halleffekten performt wurde und so ein kirchliches Flair vermittelte, waren Chor und Publikum beschwingt und erschöpft zugleich – wie Zuhörerin Petra Lambisch aus Beidenfleth: „Es macht einfach Spaß und ist mitreißend zuzuhören.“ Und auch Volker Dymel war zufrieden: „Es war total klasse, ich freue mich auf die nächsten zehn Jahre.“

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