zur Navigation springen
Norddeutsche Rundschau

23. November 2017 | 21:42 Uhr

Tradition : Gold für drei verdiente Gildebrüder

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Umzug durch Wilster und einFestkommers: 635 Jahre alte Bürger-Schützen-Gilde hatte gestern wieder ihren großen Tag.

shz.de von
erstellt am 02.Jun.2015 | 05:58 Uhr

Die 635 Jahre alte Bürger-Schützen-Gilde Wilster hat drei neue Ehrenmitglieder. Beim Festkommers, der gestern Mittag im Gildelokal Hotel Busch gefeiert wurde, zeichnete Gildeschreiber Gerd Martens die Gildebrüder Peter Kleinke, Hans-Joachim Constabel und Dirk Schlüter mit dem goldenen Ehrenkreuz der Traditionsgilde aus.

Das Ehrenkreuz in Silber nahm nach 25-jähriger Mitgliedschaft Jürgen Pruter entgegen. Eine Plakette gab es für Michael Bürger und Marion Thießen, die seit zehn Jahren aktiv im Gilde-Spielmannszug musizieren. Als neues Mitglied wurde der 20-jährige Jan-Hendrik Nikutowski in die Gilde aufgenommen.

Der 2. Gildeschreiber Klaus Kröger überraschte Gildeschreiber Gerd Martens mit der Verdienstmedaille der Gilde. Er bekleidet dieses Amt seit 15 Jahren. Er habe sich damit in besonderer Weise um die Gilde verdient gemacht, entstamme einer alten Gilde-Familie und auch seine Ehefrau, Kinder und Enkel Jonas seien mit dem Gildevirus infiziert. Darüber hinaus sei der Gildeschreiber seit über 40 Jahren Mitglied der Gilde, Ehrenmitglied, Hauptmann und zweimal Kopfkönig gewesen. „Vielleicht klappt es ja heute mit dem Königsschuss“, orakelte Kröger. Eine besondere Ehrung hatte auch Gerd Martens in der Hinterhand. Er überreichte eine Zinnschale mit Widmung an Gerhard Voß. Damit würdigte er dessen 25-jähriges ehrenamtliches Wirken als Schießwart der Bürgergilde.

Der Gildemontag hatte gestern mit dem Weckruf des Gilde-Spielmannszuges und des Blasorchesters Wewelsfleth begonnen. Beim Start am Steindamm wurden die Musiker wie seit vielen Jahren üblich von Jürgen und Britta Pruter mit Kaffee und einem kräftigen Imbiss bewirtet.

Die Ummärsche durch die Stadt, die Kranzniederlegung am Ehrenmal im Stadtpark und das historische Fahnenschwenken prägten die Gildeveranstaltungen am gestrigen Vormittag. Die Kunst des Fahnenschwenkens demonstrierten Thorge Schöne, Christoph Kuhnke, René Schmidtke und Jens Gothmann. Zum Abschluss gelang es einigen von ihnen, eine Zitrone mit einem Hirschfänger zu zerteilen und dabei noch die hochgeschleuderte Fahne wieder aufzufangen. Anschließend marschierte die Gilde zum Colosseumplatz, wo Hans-Werner Meyer im Stechschritt zur Vogelstange marschierte, um dort den hölzernen Adler in die Höhe zu ziehen.

Zum Kommers hieß Gildehauptmann Heino Junge neben den Gilde- und Ehrenmitgliedern auch den Steinburger Kreispräsidenten Peter Labendowicz, Amtsvorsteher Helmut Sievers, Bürgermeister Walter Schulz sowie dessen Amtskollegen Delf Bolten (Wewelsfleth), Uwe Lameyer (Landscheide) und Anja Finke (Kudensee), Michael Schjut als neuen Leiter der Stadtwerke, den König und zwei Minister der Alten Kremper Stadtgilde sowie die Schulleiter Marlies Krumm-Voeltz und Uwe Maaß willkommen. In Grußworten lobten Walter Schulz und Peter Labendowicz die bisher hervorragend gelungenen Gildeveranstaltungen, mit denen eine alte Tradition weiter gepflegt werde. Am Nachmittag klang das dreitägige Gildefest mit dem Königschießen auf den Holzadler aus. Mehr über das Gildefest auf Seite 8

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen