Kultur in der Wilstermarsch : „Glüxklänge“ für die Störfähre

Treten gemeinsam auf: Bodo Will und Stephanie Ebel.
Treten gemeinsam auf: Bodo Will und Stephanie Ebel.

Sie haben sich durch Zufall kennen gelernt – jetzt musizieren Stephanie Ebel und Bodo Will als Duo „Glüxklang“.

shz.de von
18. Juni 2018, 05:32 Uhr

„Glüxklang – Genuss aus Gegensätzen und Gleichklang“ - per Zufall trafen sich die Hobbymusiker Stephanie Ebel und Bodo Will vor vier Jahren in Glückstadt, wo Bodo Will gerade einen Soloauftritt hatte. „Steffi“ stieg mit dem Cajon ein und es entstand das Duo „Glüxklang“.

Zum Stadtgeburtstag der Dänenstadt siegte beim Zuhörerentscheid ihr Lied „Dat schall glücken“ mit 68 Prozent und „Glüxklang“ erreichte über die Region hinaus Bekanntheit. Mittlerweile wohnt Stephanie Ebel mit ihrer Familie in Beidenfleth und trifft sich mit Bodo Will mal in der Störgemeinde, mal einige Kilometer weiter bei Will in Nortorf/Wilster zum Proben und komponieren.

„Unsere Proben sind entspannt, wir kommen gut miteinander klar“, sagt Bodo Will. Der 60-Jährige ist der ruhige Teil des Duos. Die 39-jährige Stephanie Ebel sprudelt förmlich über vor Ideen und Plänen. Beide Familien treffen sich, fahren zusammen in Urlaub und ergänzen sich prima, erklären die beiden Musiker. Sie haben Glück, denn ihre Partner verstehen sich ebenso, tragen die Band mit und fassen helfend mit an.

„Die Übungszeiten oder bei Auftritten gehen für das Aufbauen, Soundcheck und wieder Abbauen viel Zeit drauf, da kommt die Familie oft mal zu kurz“, schildert Stephanie Ebel. Glüxklang hat ihre eigene, professionelle, Technik, die Bodo Will gehört. „Ich habe irgendwann angefangen in Qualität zu investieren, das zahlt sich aus.“ Er hat seine Ausrüstung ausgebaut, so dass das Duo bis zu 500 Gäste beschallen kann, in allen möglichen Räumlichkeiten oder Open Air, dann allerdings mit einer Überdachung.

Die Grafikerin und der Diplom-Verwaltungsbetriebswirt sind ein gutes Team, verstehen sich ohne viel zu sagen und bringen auf Vereins-, Betriebs-, Stadt- oder privaten Festen die Zuhörer zum Mitmachen. So auch am 1. Mai in Beidenfleth beim Singen für die Störfähre Else. „Mein Mann hatte Bürgermeister Peter Krey getroffen und im Gespräch die Idee, ich könnte ein Else-Lied schreiben“, erzählt Stephanie Ebel. In zwei Tagen hat sie gemeinsam mit Bodo Will „Else, ein Drahtseilakt, der Laune macht“ geschrieben und komponiert und am 1. Mai der Öffentlichkeit präsentierte. Sogar eine Kollage mit Bildern rund um die Fähre, auf deren Rückseite der Text steht, konnte an die Zuhörer verteilt werden, so dass zumindest die Refrain-Wiederholungen mitgesungen werden konnten.

Jetzt überlegen die beiden, ob sie nach ihrem ehrenamtlichen Auftritt zusammen mit dem Förderverein Störfähre „Else“ noch mehr für die Fährverbindung über die Stör machen können. Erstmal stehen aber andere Auftritte an.


Mehr Informationen: www.glüxklang.de oder auf Facebook.

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