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Führungswechsel : Glückstädter neuer Vize-Chef der Polizei

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Der 53 Jahre alte Kai Szimmuck ist jetzt stellvertretender Leiter der Direktion in Itzehoe. Als Chef des Führungsstabes ist er auch verantwortlich für Großeinsätze wie beim Wacken Open Air oder bei Protesten an Kernkraftwerken in Brokdorf und Brunsbüttel.

shz.de von
erstellt am 05.Sep.2013 | 05:00 Uhr

„Die Führungsmannschaft bei der Polizeidirektion Itzehoe ist wieder komplett.“ Mit diesen Worten stellte Direktionsleiter Norbert Trabs den 53 Jahre alten Kai Szimmuck als seinen neuen Stellvertreter vor. Der Glückstädter übernimmt gleichzeitig die Leitung des Führungsstabes. Er tritt damit die Nachfolge von Uwe Kleinig an, der sich im April in den Ruhestand verabschiedet hatte. Dessen Aufgaben hatte zuletzt Frank Ritter übernommen. Der Hohenlockstedter ist nun wieder für den Stabsbereich Management und Einsatz verantwortlich.

Mit Kai Szimmuck (verheiratet, drei erwachsene Kinder) kehrt ein Polizeiführer in die Region zurück, der mit Land und Leuten vertraut ist. Seine ersten Führungssporen hatte er sich als Stationsleiter in Glückstadt verdient. Nach mehreren weiteren Stationen schloss Szimmuck 1998 sein Studium an der Polizei-Führungsakademie ab. Nach leitenden Funktionen bei den Inspektionen in Pinneberg, Itzehoe und Heide wechselte er dann vor neun Jahren zur Wasserschutzpolizei.

In der für die Kreise Steinburg und Dithmarschen zuständigen Direktion Itzehoe warten auf ihn nun „ganz besondere Aufgabenstellungen“. Norbert Trabs spielte damit insbesondere auf die Herausforderungen an, die die Umstrukturierung der Direktion und den massiven Personalabbau mit sich bringen. Bis 2019 muss die Direktion allein Planstellen von 41 uniformierten Beamten abgeben. „Die bisherige Kleinteiligkeit wird aufgehoben“, so Trabs. Im Gegenzug sollen alle Kräfte gebündelt werden, um die Reaktionsfähigkeit der Ordnungshüter zu erhalten. „Wir setzen alles daran, die öffentliche Sicherheit und die gute Motivation der Kolleginnen und Kollegen zu erhalten.“ Das wird eine der Aufgaben von Kai Szimmuck sein. Sein Rezept zum Erhalt der Motivation trotz des deutlichen Personalabbaus: „Es muss alles sehr transparent gestaltet werden. Und: Man muss auf die Sorgen, Nöte und Ängste der Kollegen hören und gemeinsam Lösungen erarbeiten.“ Daneben ist Szimmuck mitverantwortlich für Großeinsätze wie beim Wacken Open Air oder Proteste rund um die Kernkraftwerke in Brokdorf und Brunsbüttel.

Seinen Einstieg bei der Polizei in Glückstadt bezeichnet Szimmuck rückblickend als „Glücksfall“. Dass er fast 25 Jahre später einmal mit an der Spitze der Direktion stehen werde, habe er sich damals allerdings nicht träumen lassen.

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