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Glückstädter Musikschule weiter auf Erfolgskurs

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Stadt bezuschusst den Verein mit insgesamt 75 900 Euro / Leiter Jürgen Groß setzt sich für die Aufnahme in den Bundesverband ein

„Unser Ziel ist es, in den Verband deutscher Musikschulen (VdM) aufgenommen zu werden“, sagt Jürgen Groß (47), Leiter der Glückstädter Musikschule. Doch bisher habe die Einrichtung die Kriterien nicht erfüllen können. Denn für die Aufnahme ist es zwingend notwendig, dass die Stadt die Einrichtung finanziell unterstützt. Diese Zusage gibt es jetzt jedoch: „Die Stadt Glückstadt hat uns große Förderungen zugesagt.“ Dank der Überzeugungsarbeit von Martin Meiners, Vorsitzender des Vereins Musikschule, habe die Stadt für drei Jahre Zuschüsse insgesamt in Höhe von 75  900 Euro zugesichert. „Das ist nicht selbstverständlich“, so Groß.

Der Verband deutscher Musikschulen berät und unterstützt. Er wird gefördert vom Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Die Mitglieder werden finanziell Bezuschusst und bietet Fortbildungen für Musikschullehrer und -leiter an. Zudem erhalten die Mitglieder ein Zertifikat. Dies bescheinigt dem Verein, dass er bestimmte Richtlinien erfüllt und eine hohe Qualität des Unterrichts gewährleistet.

„Wir sind vorbereitet und werden alles daran setzten, in den VdM aufgenommen zu werden“, sagt Jürgen Groß. „Wir haben zwar keine Garantie, aber die Chancen stehen jetzt sehr gut.“ Dennoch würden sich die Verantwortlichen der Musikschule „nicht verbiegen“, um die Zusagen zu bekommen. Die Schule solle sich so entwickeln, wie es für sie das Beste ist. Und bisher funktioniere die Einrichtung sehr gut. „Zu uns kommen ausgebildete Musiklehrer, um an unserer Schule zu unterrichten.“ Einige davon kommen aus dem Kreis Steinburg und benachbarten Kreisen, andere aus Hamburg.

Die Fördermittel der Stadt sollen auch eingesetzt werden, um Unterrichtsangebote für einkommensschwache Familien zu schaffen. „Musikunterricht sollte jedem zugänglich sein. Deshalb wollen wir durch Vergünstigungen bezahlbar machen.“ Erfüllt werden kann auch eine Forderung des VdM: Jetzt kann kostenloser Unterricht im Ensemble für Schüler angeboten. Damit engagiert sich die Schule sozial.

Um in den Verband aufgenommen zu werden, dürfen „keine Amateure lehren“. Die Lehrer müssen ein musikpädagogisches Fachstudium oder ein Vergleichbares abgeschlossen haben. „Das trifft bei uns bis auf zwei Ausnahmen auf alle Lehrer zu. Aber von denen werden wir uns nicht trennen“, betont Jürgen Groß. Beide seien sehr gut und bereits sehr lange an der Musikschule tätig.

Zudem müsse die Musikschule, um in den Verband aufgenommen zu werden, mit anderen Einrichtungen in der kommunalen Bildungs- und Kulturlandschaft zusammenarbeiten und Ensembleangebote im Programm haben. „Im vergangenen Jahr haben wir in Zusammenarbeit mit dem Detlefsengymnasium das Projekt Minimal-Music gestartet“, sagt Groß.

Die Gruppe musiziert unter der Leitung von Wieland Reich vom Gymnasium und Daniel Schröder von der Musikschule. Sie spielten unter anderem gemeinsam zwei Konzerte im Oktober. Die Breite des Unterrichtsangebots entspricht bereits länger den Vorgaben des Verbands. Tasten-, Streich-, Zupf- und Blasinstrumente sowie Schlagzeug und Gesang werden gelehrt. Auch die musikalische Früherziehung findet im Programm der Musikschule Platz. „Beim Pop-Gesang hatten wir großen Zulauf, ebenso bei den Drums und der Gitarre“, sagt Groß. Zudem kommen Saxophon für die Jazzmusik und die Streicher gut an. „Wir sind bemüht, den Geschmack der Schüler zu erkennen. Die Lehrer stehen im ständigen Dialog mit ihnen.“

Auch personell hat sich in diesem Jahr einiges getan. Die Querflöte wird unterrichtet von Szilvia Szivklai. Geige lernen können Interessierte jetzt bei Kathrin Spillner. Und Thomas Riffle hat die Nachfolge beim Vokalensemble angetreten.

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erstellt am 29.Jun.2016 | 17:35 Uhr

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