Stadtteilfest : Glückstadt-Nord feiert Neustart

Herma Mertens 8r.) kauft bei Pia Kling (l.) und Stefanie Prieske eine Jeanstasche.
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Herma Mertens 8r.) kauft bei Pia Kling (l.) und Stefanie Prieske eine Jeanstasche.

Nach der Aufnahme in das Projekt Soziale Stadt gibt es für den Ortsteil neue Perspektiven – auch das war ein Grund, gemeinsam zu feiern.

shz.de von
03. Juli 2018, 04:57 Uhr

„Nur gemeinsam können wir den Stadtteil voranbringen“, sagte Christian Wenzel, Vorsitzender vom Stadtteilbeirat. Er hielt die Begrüßungsrede auf dem Fest für den Stadtteil Nord – gefeiert wurde an der Schule. Wenzel sprach über Perspektiven für Glückstadt-Nord, das offizielles Sanierungsgebiet sei durch das Projekt Soziale Stadt. Eine der ersten Maßnahmen ist die Erneuerung des Spielplatzes in der Flensburger Straße. Und Wenzel berichtete, dass der Beirat jetzt zweimal im Jahr eine Stadtteilzeitung kostenlos verteilen werde, um über alle Aktivitäten zu berichten. Der Vorsitzende rief zudem alle Nord-Bewohner auf, sich beim Quartiersmanagement zu beteiligen. Auch Bürgermeisterin Manja Biel ging in ihrer Ansprache auf das Projekt Soziale Stadt ein: „Wir sind auf einem sehr guten Weg“, betonte sie mit dem Hinweis auf das langfristig angelegte Sanierungsprogramm.

Und dann stand das Miteinander aller Bewohner des Stadtteils im Mittelpunkt, egal welcher Herkunft. Moderiert wurde der Nachmittag von Dirk Nedderhut. Er bezeichnetet sich selbst als „Dummtüchschnacker“, hatte so manch lockeren Spruch auf den Lippen. Das Programm war so vielfältig wie das Leben in Glückstadt-Nord. Bei der Kita Nordlichter durften Kinder ein Boot basteln und in einer Matschwanne damit Probefahren. Auch bastelten die Kleinen an einem weiteren Tisch Wurfbälle. Außerdem gab es eine Popcornmaschine, eine Hüpfburg und einen Schminkstand.

Mit dabei waren auch wieder Feuerwehrleute, die mit einem großen Löschfahrzeug kamen. Nedderhut empfahl: „Alle Kinder müssen sich jetzt die Ohren zuhalten.“ Dann ging die Sirene des Feuerwehrautos los. „Spätestens jetzt wissen alle, dass die Feuerwehr da ist“, meinte der Moderator. Große und kleine Gäste durften dann das Einsatzfahrzeug besichtigen.

In diesem Jahr gab es auch Flohmarktstände, wobei der Renner Taschen waren, die aus abgelegten Jeans genäht worden waren. Standgebühr war ein Kuchen, der auf das bunte Dinner-Buffet kam, auf dem Leckereien aus verschiedensten Ländern angeboten wurden.

Ständig von vielen Gästen umlagert war der Stand vom Forum für Vielfalt. Dort malten Marlies Stanislaus und Sumaia Hashem Hennabilder auf die Hände. In schwarz, rotbraun oder bunt. Und beim Glückstädter Spielmannszug durften die Gäste Instrumente ausprobieren. Beliebt war die Bilderausstellung von Nord, die Anwohnerin Christine Berg zusammengestellt hatte. Und aus dem Verfügungsfonds hatte das Quartiersmanagement ein 5 mal 12 Meter großes Partyzelt, zehn komfortable Biertischgarnituren und eine große Musikanlage gekauft. Das alles kam nun zum Einsatz.

Umfangreich war das Bühnenprogramm. Jörg Stockhusen begeisterte als Zauberer Damaro. Er ließ einen Ring verschwinden und verblüffte, indem er Gedanken las. „Die Bänd“ unter Leitung von Holger Pede – Sozialpädagoge an der Schule – rockte die Bühne. Weiterhin traten der Chor der Bürgerschule, die Kita Elbbande, die Tüddelüts, der Chor Singende Herzen, die Schulband der Lehrer und zum Schluss „Big Tom“ auf. Und Kinder des türkischen Sprachunterrichts führten Tänze vor. Bei den Darbietungen wurde begeistert mitgeklatscht.

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