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Seniorenbeirat : „Glückstadt muss barrierefrei werden“

vom
Aus der Redaktion der Glückstädter Fortuna

Hans-Peter Tiedemann ist Vorsitzender des Glückstädter Seniorenbeirates

Hans-Peter Tiedemann ist ein Sprachrohr für ältere Mitbürger. Denn der 64-jährige Glückstädter ist der neue Vorsitzende des Senioren-Beirats und arbeitet sich aktiv ein. Ein besonderes Anliegen ist ihm: „Glückstadt muss barrierefrei werden.“ Das habe er sich auf die Fahne geschrieben. „Unsere älteren Mitbürger möchten ungehindert am gesellschaftlichen und politischen Leben teilnehmen. Gerade für ältere Menschen ist es außerordentlich wichtig, sich nicht ausgeschlossen zu fühlen. Sie möchten kulturelle Veranstaltungen oder eines der öffentlichen Einrichtungen ohne fremde Hilfe besuchen.“

In Glückstadt sind heute bereits mehr als 28 Prozent der Einwohner über 60 Jahre alt. Und laut der Prognosen werden in den kommenden Jahren immer mehr ältere Menschen in der Stadt leben. Die Stadt Glückstadt stellt sich darauf ein und hat bereits ein Konzept für barrierefreies Leben in Auftrag gegeben. Auch die Mitglieder des Seniorenbeirats arbeiten bei dem Thema mit.

Hans-Peter Tiedemann ist als Vorsitzender des Seniorenbeirats eine Ausnahme. Denn der 64-jährige Vater von drei Kindern ist noch berufstätig. Er arbeitet in leitender Funktion bei den Glückstädter Werkstätten: Einer Einrichtung für Menschen mit Handicaps.

Ehrenamtlich tätig werden – in diese Funktion kam er vor zwei Jahren überraschend. Denn damals wurde Tiedemann gefragt, ob er als Vorsitzender des Sozialverbandes kandidieren möchte. Das Kuriose damals: Er war gar nicht Mitglied und bei der Versammlung nicht dabei. Da es Querelen gab, wurde er angerufen und gebeten, zu kandieren. Er kam kurze Zeit später und siegte. Eine kurze Rede reichte, um alle zu überzeugen. Als er sich dann bei den Neuwahlen zum Seniorenbeirat aufstellen ließ, hatte er den gleichen Erfolg. Der sympathische Glückstädter wurde einstimmig zum neuen Vorsitzenden gewählt.

Was er in seiner neuen zweiten Funktion beim Seniorenbeirat für sich und seine Mitstreiter vermisst: „Leider haben wir kein Stimmrecht.“ Die Unterlagen für die politischen Gremien bekommen die Mitglieder des Seniorenbeirates, sie dürfen bei den Sitzungen aber nicht mitbestimmen. „Wir dürfen nur auf der Gast-Tribüne sitzen“ – damit meint er die Besucherstühle bei den Sitzungen der Politiker. Was die aktiven Senioren wiederum dürfen: „Vorschläge unterbreiten und Forderungen stellen“.

Für die Arbeit im Sozialverband und im Seniorenbeirat wird Hans-Peter Tiedemann ab diesem Sommer mehr Zeit haben. Dann geht er in den Ruhestand.

„Meine Hobbys – shoppen mit der Ehefrau, Spielen mit meiner Modelleisenbahn und Singen im Shanty-Chor Molenkieker – sind mein Ausgleich. Ich habe sehr viele Ideen im Kopf, was besser gemacht werden könnte für unseren älteren Mitbürger. Zum Beispiel: Glückstädter Tanztee. Bewegung ist wichtig im Alter, tanzen wäre ein gesunder Ausgleich, der auch noch Freude macht. Tanzen ist Sport mit Glücksgarantie.“

> Sprechstunden Seniorenbeirat: Jeden ersten Freitag im Monat im Rathaus, in der Zeit von 10 – 11 Uhr, Raum 47. Jeden letzten Mittwoch im Monat im Sozialkaufhaus, Königsberger Straße 25, in der Zeit von 11.30 – 12. 30 Uhr mit Elke Boese.

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