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125 Jahre Feuerwehr : Glocke und Fahrzeug zum Jubiläum

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Die Freiwillige Feuerwehr St. Margarethen feiert ihr 125-jähriges Bestehen. Und zum Jubiläum gab es ein besonderes Geschenk: Ein neues Einsatzfahrzeug.

Das 125-jährige Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr St. Margarethen und die feierliche Übergabe eines neuen Löschfahrzeuges an das Geburtstagskind nahm Kreispräsident Peter Labendowicz zum Anlass, allen Einsatzkräften der Wehr höchste Wertschätzung, Respekt und Anerkennung zu zollen. Der Dienst in der blauen Uniform sei in 125 Jahren keineswegs leichter, sondern das Einsatzspektrum immer breiter geworden. Er sei deshalb dankbar für den aufopferungsvollen Dienst der Feuerwehrleute. Der Kreispräsident überbrachte nicht nur ein Geldgeschenk des Kreises, sondern auch eine Jubiläumsgabe mit Urkunde der Landesregierung: eine große Messing-Tischglocke.

Bürgermeister Volker Bolten hatte neben dem Kreispräsidenten auch die Bürgermeister und Wehrführer aus den Nachbargemeinden, die Aktiven und die Ehrenmitglieder der Ortswehr, die Gemeindevertreter, Vereinsvorsitzenden und zahlreiche Bürger aus den Gemeinden Büttel und St. Margarethen begrüßt. Büttel hatte die Aufgaben des Brandschutzes 2010 an St. Margarethen übertragen. Die Bütteler Brandschützer hatten sich mit Fuhrpark und Geräten der Jubiläumswehr angeschlossen.

Wehrführer Jörg Göttsche blickte in seiner Festrede auf die 125-jährige Geschichte der Wehr zurück, die in den Anfängen mit 40 Mitgliedern gestartet war. Heute gehören der Wehr 53 Aktive und 30 Ehrenmitglieder an. Die Jugendfeuerwehr, die am 1. Dezember auf ihr 30-jähriges Bestehen zurückblicken kann, zählt gegenwärtig zwölf Jugendliche unter der Leitung von Norbert Balke.

Der Wehrführer umriss auch die ständige Verbesserung der Fahrzeuge und Ausrüstungen und würdigte das von der Feuerwehr gemeinsam mit den beiden Gemeinden entwickelte Fahrzeugkonzept. Er freute sich, dass in der Rekordzeit von nur zweieinhalb Jahren der erste Teil des Konzepts mit der Beschaffung des Hilfeleistungs-Löschfahrzeuges HLF 10 umgesetzt worden sei.

Die offizielle Fahrzeugübergabe war ein zweiter Teil dieses Festtages. Jörg Göttsche fand aber auch kritische Worte: Während in anderen Kreisen die Neufahrzeuge stets mit den mitgelieferten Papieren ohne Probleme zugelassen würden, habe das Verkehrsamt des Kreises Steinburg ein Extra-Gutachten für die Abgasanlage eingefordert. Dieses sei vom TÜV Nord aufwändig erstellt worden, so dass sich die Zulassung um vier Tage verzögert habe. „Das hat mich fast vom Hocker gehauen“, ärgerte sich auch Kreispräsident Peter Labendowicz über diese Bürokratie.

Der stellvertretende Kreiswehrführer Bernd Pusch beförderte den stellvertretenden St. Margarethener Wehrführer, Timm Schwarz, zum Brandmeister. Pusch lobte das Zusammenwachsen der beiden Wehren Büttel und St. Margarethen.

Die offizielle Fahrzeugübergabe vollzog Kai Semmelhack von der Lieferfirma C.B. König aus Halstenbek mit der Übergabe des symbolischen Fahrzeugschlüssels an die Bürgermeister Volker Bolten und Richard Schmidt. Dem Wehrführer überreichte er als Geschenk seines Unternehmens ein Universalwerkzeug für die Unfallrettung. Dieser „amerikanische Kuhfuß“ erfreue sich in Feuerwehrkreisen größter Beliebtheit, stellte Semmelhack fest. Nach der Übergabe bestand den ganzen Nachmittag über Gelegenheit zur Besichtigung des HLF 10 und seiner technischen Ausrüstung.

Das Nachmittagsprogramm für alle Einwohner war ausgefüllt mit Spiel und Spaß sowie mit Überraschungs-Auftritten von sieben Feuerwehrfrauen, die als „Firefighters“ eigens für diesen Anlass unter der Leitung von Ilse Göttsche zwei Tänze zum „Radetzkymarsch“ und zum Helene-Fischer-Hit „Atemlos“ einstudiert hatten. Ab 18 Uhr gab es eine Party mit DJ im Feuerwehrhaus.

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