zur Navigation springen

Baustelle in Glückstadt : Gleise bleiben der Nachwelt erhalten

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Eisenbahnfreunde übernehmen alte Schienenstränge. Am Wall wird Weg neu gepflastert und der neue Zugang vom Kirchplatz ist bald geöffnet.

Zeiten, wo Radfahrer am Wall durchgeschüttelt wurden, sind vorbei. Gleiches gilt dafür, dass sie aufpassen mussten, um nicht mit einem Reifen in eine der querenden alten Schiene der früheren Hafenbahn zu geraten. Die Fahrbahnfläche bestand aus Großpflastern. Jetzt ist eine Firma dabei, die Oberfläche mit niveaugleichen und glatten Steinen neu zu pflastern. „Wir sind auch nächste Woche dabei“, sagte gestern Toby Kob. Er legte gemeinsam mit seinem Kollegen Jörg Volkmann die neuen Steine.

Herausgenommen wurde nicht nur das alte Pflaster, sondern auch der alte Schienenstrang. Dieser findet ganz in der Nähe eine neue Verwendung: Die Freunde der Marschbahn hatten Interesse angemeldet. Deshalb wurde das schwere Exponat aus alten Eisenbahner-Tagen zum neuen Lokschuppen an der Grönlandstraße geschleppt und dort halb auf dem Grünstreifen und halb auf der Straße erst einmal zwischengelagert. Jetzt am Wochenende wollen Lutz Thieme und weitere Eisenbahnerfreunde die Schienen von den Bohlen abmontieren und auf ihrem Areal am ehemaligen Güterbahnhof verwenden.

Die Pflasterarbeiten und damit eine Vollsperrung der Straße Am Wall zwischen der Glückstädter Fußgängerzone und der Parkplatzanlage Am Güterbahnhof werden dagegen noch bis Ende des Monats dauern.

Die Maßnahme wurde auch deshalb erforderlich, weil der Schulgang wieder eröffnet wird. Dort stand ursprünglich ein Schulgebäude, welches abgerissen wurde. Zwischen Schulgang und den Kirchplatz entlang wird es wieder einen neuen direkten Durchgang zwischen dem Güterbahnhof und dem Marktplatz geben wird. Die Kosten der Gesamtmaßnahme belaufen sich auf rund 140 000 Euro.

zur Startseite

von
erstellt am 12.Aug.2017 | 08:05 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen