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Pendler : Gleisarbeiten: Harte Zeiten für Pendler

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

10 000 Menschen aus der gesamten Region müssen mit verlängerten Fahrzeiten rechnen. Die Bahn erneuert ab Montag, 2. September, die Gleise. Auch der Bahnhof Wrist ist betroffen.

Einen Monat lang werden sich Bahnpendler auf erhebliche Verzögerungen einstellen müssen. Denn die Bahn baut. Ab Montag, 2. September, bis Dienstag, 27. September, werden zwischen Pinneberg und Tornesch insgesamt sieben Kilometer Gleise erneuert. „Es geht hier um sehr umfangreiche Baumaßnahmen auf einer stark befahrenen Strecke“, so Egbert Meyer-Lovis, Sprecher der Bahn in Hamburg, Schleswig-Holstein und Bremen. Auf rund 3,5 Kilometern werden rund 13 000 Meter Schienen, 10 700 Schwellen und 7800 Tonnen Schotter ausgetauscht.

Arbeiten werden anschließend auch in Wrist ausgeführt. Von Mittwoch, 2. Oktober bis einschließlich Montag, 14. Oktober werden im Bahnhof Wrist sechs Weichen ausgetauscht. Während der Bauarbeiten fallen die meisten Regionalbahnen zwischen Neumünster und Elmshorn aus und werden durch Busse ersetzt.

Regelmäßig werde mit Messzügen überprüft, ob die Gleise noch in Ordnung seien. „Die Lebensdauer der Gleise liegt zwischen 25 und 30 Jahren. Die letzten Messungen haben ergeben, dass hier nun ausgetauscht werden muss“, so Meyer-Lovis. Insgesamt sieben Millionen Euro wird die Deutsche Bahn für die Erneuerung investieren.

Die Arbeiten werden zunächst am Gleis von Pinneberg nach Tornesch vorgenommen. „In der Nacht vom 14. September werden wir dann die Richtung ändern und auch das Gleis von Tornesch nach Pinneberg komplett erneuern und den Schotter reinigen“, so Maik Weniger von der Deutschen Bahn Netz AG. Dazu wird ein mehrere hundert Meter langer Gleisumbauzug eingesetzt. Parallel zu der Sanierung werden am Bahnhof Prisdorf zwei neue barrierefreie Bahnsteige, Wetterhäuschen und neue Beleuchtung gebaut. Um den Bahnhofsbetrieb so wenig wie möglich zu beeinflussen, wurden die beiden Baumaßnahmen gebündelt.

Für die täglich knapp 10 000 Pendler auf der Strecke werden die Arbeiten am Gleis starke Auswirkungen haben, so Regionalbahnsprecher Robert Suggenberger. „Fast alle Regionalbahnen werden mit Ausnahme einiger weniger Züge am Morgen und Abend ausfallen“, sagte Suggenberger bei der Präsentation der Sanierungspläne. Alle Züge, die weiterhin fahren, werden auf sieben Wagen erweitert. „Mehr ist leider nicht möglich, da sonst die Ankunft am Hauptbahnhof in Hamburg nicht funktioniert“, so Suggenberger.

Um eine Verkehrsanbindung weiter zu gewährleisten, werden Busse eingesetzt. Zwischen Pinneberg und Elmshorn verkehren diese an Werktagen im 20-Minuten Takt, von Tornesch nach Pinneberg fahren die Busse alle zehn Minuten, um die Zahl der Reisenden aufzunehmen. In insgesamt 32 Bussen pro Stunde werden die Bahnpassagiere durch den Kreis Pinneberg gefahren. In Prisdorf müssen sich Reisende auf einen längeren Fußweg als gewohnt einstellen, dort wird die Ersatzverkehrhaltestelle nicht direkt am Bahnhof, sondern an der Hauptstraße eingerichtet.

Die Regionalbahnen nach Itzehoe und Neumünster enden jeweils in Elmshorn und pendeln zu den gewohnten Fahrzeiten zwischen der Krückaustadt und dem Zielort. . Vom 10. bis 14. September werden zusätzlich einzelne Regionalbahnen zwischen Itzehoe und Glückstadt durch Busse ersetzt. „Weitere Infos zu geänderten Fahrplänen sind online zu finden“, so Suggenberger. Die Züge der Nord-Ostseebahn (NOB) verkehren überwiegend planmäßig. „Wir werden bei einigen Verbindungen die Zahl der Wagen erhöhen“, so NOB-Sprecher Kai Goetze. Die Fahrgäste sollten jedoch vor Antritt der Reise auf der Webseite des Unternehmens schauen, welche Züge mehr Kapazität haben.

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erstellt am 23.Aug.2013 | 17:31 Uhr

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