Drei verletzte : Glatteis: Retter landen im Graben

Schwierige Rettung: Um die Fahrerin eines total deformierten Fords zu befreien, entfernten Einsatzkräfte das Dach des Wagens.
1 von 3
Schwierige Rettung: Um die Fahrerin eines total deformierten Fords zu befreien, entfernten Einsatzkräfte das Dach des Wagens.

Ein schwerer Unfall mit drei Verletzten ereignete sich auf der Autobahn 23. Ein Feuerwehrfahrzeug verunglückte auf dem Weg zur Einsatzstelle.

shz.de von
19. Januar 2018, 05:00 Uhr

Blitzeis hat in der Nacht zu Donnerstag zu einem schweren Unfall auf der Störbrücke im Zuge der A 23 geführt. Auf dem Weg zur Unglücksstelle wurden auch die Helfer der Freiwilligen Feuerwehr Itzehoe Opfer des Glatteises. Ein Löschfahrzeug landete im Graben.

Um kurz nach Mitternacht wurden die Einsatzkräfte zu einem Verkehrsunfall auf der Störbrücke alarmiert. Dort hatte die 30-jährige Fahrerin eines Ford Mondeo durch Straßenglätte die Kontrolle über ihren Wagen verloren und war gegen den BMW eines 18-jährigen Itzehoers geprallt. Die Fahrerin des Ford war in ihrem Wagen eingeklemmt. Um sie zu befreien, entfernten die Einsatzkräfte das Dach des Wagens. „Dadurch, dass sich der PKW beim Aufprall um die eigene Achse gedreht hatte und mit der Fahrerseite an der Leitplanke stand, wurde die Rettung zusätzlich erschwert“, sagt Feuerwehrsprecher Sven Winter. „Nach dem das Dach entfernt war, konnte die Frau zügig mittels eines Rettungsbrettes aus dem Fahrzeug befreit und dem Rettungsdienst übergeben werden.“ Sie kam mit Verletzungen ins Krankenhaus. Laut Polizeiangaben wurden auch der Fahrer des BMW sowie eine Mitfahrerin im Ford verletzt ins Krankenhaus gebracht. Die Autobahn wurde für die Räumungsarbeiten mehrere Stunden in Richtung Heide voll gesperrt.

Auf dem Weg zur Unfallstelle bei spiegelglatter und vereister Fahrbahn mussten auch die Helfer feststellen, wie „heimtückisch“ überfrierende Nässe sein kann, berichtet Winter. „Kameraden der Wache-Süd befanden sich auf dem Weg zur Autobahn, als sie plötzlich auf gefrorener Fahrbahn ins Rutschen kamen und in einem Graben landeten.“ Verletzt wurde bei diesem Unfall niemand. Das Löschfahrzeug musste durch eine Spezialfirma geborgen werden. Es wurde in eine Werkstatt gebracht, in der jetzt die Schäden begutachtet werden. Vorläufig muss die Itzehoer Wehr nun mit einem Löschfahrzeug weniger auskommen. „Das trifft uns schmerzlich“, sagt Wehrführer Mark Bollhardt. Er werde versuchen, zeitnah ein Leihfahrzeug als vorläufigen Ersatz zu bekommen, kündigte Bollhardt an. Am Vormittag sorgte dann kräftiger Schneefall für weitere Behinderungen auf der A 23. Unter anderem blockierte ein Lastwagen die Autobahnauffahrt Itzehoe-Süd.

zur Startseite
Karte

Kommentare

Leserkommentare anzeigen