zur Navigation springen

Schnelles Internet : Glasfasernetz ein Quantensprung

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Dithmarscher Zweckverband sieht das ehrgeizige 130-Millionen Projekt auf einem guten Weg.

Peter Schoof sprach von einem Quantensprung für den Kreis Dithmarschen. Der Vorsitzende des Breitband-Zweckverbandes Dithmarschen zog wenige Tage nach dem Start der Vermarktung eines Breitbandanschlusses für alle Gemeinden des Kreises eine überaus positive Bilanz und sieht den Zweckverband „auf einem guten Weg“, mit der zukunftsweisenden Technologie dafür zu sorgen, dass der Standort Dithmarschen auch in der Zukunft für Bürger und Unternehmen attraktiv bleibt.

Die Stadtwerke Neumünster, die kreisweit mit dem Ausbau des Netzes beauftragt wurden, benötigen im ersten Ausbaufeld 800 Verträge für einen Hausanschluss an das Breitbandnetz in den Gemeinden Eggstedt, Frestedt, Hochdonn, Quickborn, Brickeln, Süderhastedt und Schafstedt-Süd. In einem zweiten Ausbaufeld sollen 2016 die Gemeinden Volsemenhusen, Dingen, Helse, Ramhusen, Schmedeswurth, Diekhusen-Fahrstedt, Neufeld und Neufelderkoog folgen.

„Wir werden danach zunehmend Fahrt aufnehmen und pro Jahr drei bis fünf weitere Arbeitsfelder abarbeiten“, kündigte die Projektleiterin der Stadtwerke Neumünster (SWN), Manuela Charnetzki, an. Dabei wolle man auch auf Städte zugehen. Erk Ulrich, bisher beim Kreis Dithmarschen mit der Geschäftsführung des Zweckverbandes betraut, wird diese Aufgabe mit Beginn des neuen Jahres an die Egeb Wirtschaftsförderung übergeben. Dann werden Guido Austen und Dirk Sonnenschmidt die Geschäftsführung des Zweckverbandes übernehmen.

Schoof: „Wir ziehen alle an einem Strang und verfolgen ein klares Ziel: Dithmarschen an die Datenautobahn das Zukunft anzuschließen, damit wir nicht von der Standspur aus zusehen müssen, wie die anderen an uns vorbeiziehen.“

Nikolaus Schmidt, Pressesprecher der Stadtwerke Neumünster, verwies auf die sechsjährigen Erfahrungen der SWN im Ausbau und Betrieb der Glasfasernetze. Nach dem ersten Pilotprojekt 2009 in Groß-Kummerfeld folgte 2011/12 die Erschließung aller Umlandgemeinden von Neumünster, „weil hier der Bedarf erkannt wurde“. Schließlich wurde das Breitbandnetz ein Zukunftsprojekt für den Kreis Segeberg und auch im Kreis Steinburg konnten sich die SWN im Ausschreibungsverfahren durchsetzen. „Inzwischen haben wir über 17  000 Kunden ans Glasfasernetz für Internet, Telefon und Fernsehen angeschlossen“, sagte Schmidt.

In Dithmarschen verläuft die Vermarktung nach Aussage von Projektleiterin Manuela Charnetzki „überaus positiv“. Man habe eine große Resonanz und sei guter Dinge, die Anschlussquote von 800 Haushalten bis Mitte Dezember zu schaffen. Vom Kreis Steinburg aus solle der Brückenschlag nach Dithmarschen über eine Leitung entlang des Brückenbauwerks der A 23 hergestellt werden.

Der in Kuden wohnende Brunsbütteler Unternehmer Hans Helmut Schramm „freut sich wahnsinnig auf den Anschluss an das Glasfasernetz“. Dann endlich könne er ohne Probleme die Internet-Konferenzen mit seinen Firmenstandort von Brunsbüttel bis Holland schalten und auch in seiner Wohnung jederzeit online sein, ohne Rücksicht auf die zeitgleiche Internetnutzung durch seine Tochter. „Das schafft mehr Lebensqualität“, zeigte sich der Chef der Schramm-Group froh über den Anschluss an das Glasfasernetz.

„Eine große Hausnummer“, so Guido Austen, seien die Gesamtkosten für das kreisweite Glasfasernetz in Höhe von 130 Millionen Euro. Das Netz geht in das Eigentum des Zweckverbandes über und wird dann von den Stadtwerken Neumünster angemietet.


zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen