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Breitband-Ausbau : Glasfaserleitung quert die Stör

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Brückenschlag zwischen Beidenfleth und Bahrenfleth unter dem Flussbett hindurch / Beidenfleth zum Jahresende angeschlossen

Mit einem Brückenschlag zwischen Beidenfleth in der Wilster- und Bahrenfleth in der Krempermarsch sind die Voraussetzungen für die Anbindung weiterer Gemeinden an das Glasfasernetz der Stadtwerke Neumünster (SWN) erfüllt. In den vergangenen Tagen wurde im Auftrag des Breitband-Zweckverbandes Steinburg ein 180 Millimeter dickes Leerrohr verlegt. In einer Länge von 270 Metern wurde es zehn Meter unter der Sohle der Stör gebohrt, in das später das Breitbandkabel eingezogen werden soll.

Landrat Torsten Wendt und der Beidenfleths Bürgermeister Peter Krey lobten bei der Breitband-Querung der Stör den Fortgang des Projekts eines kreisweiten Glasfasernetzes. „Bundesweit ist der Kreis Steinburg einer der ersten Kreise, die nahezu flächendeckend an das Glasfasernetz angeschlossen werden“, sagte der Landrat. Eine verlässliche und zukunftssichere Infrastruktur, wie sie das Glasfasernetz biete, sei für den ländlichen Raum unerlässlich, um gerade vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung attraktiv zu bleiben. Torsten Wendt sprach bei von einem historischen Projekt, das der Zweckverband gemeinsam mit den Stadtwerken Neumünster umsetze.

Bürgermeister Peter Krey zog eine Zwischenbilanz: „75 Prozent der Beidenflether Haushalte werden angeschlossen!“ Der Bau der Hauptleitung im Kerngebiet der Gemeinde sei komplett fertiggestellt, Außenbereiche wie Großkampen und Dodenkopp sollen sukzessive nachgezogen werden. „Zum Jahresende sind wir voll angeschlossen.“

Der Vorsitzende des Breitband-Zweckverbandes, der Horster Bürgermeister Ernst-Wilhelm Mohrdiek, bestätigte: „Wir sind mit dem Fortschritt im Kreis sehr zufrieden.“ Man habe sich bewusst für die Glasfasertechnologie bis ins Haus entschieden: „Wir wollen keine Zwischenlösung wie beispielsweise die Modernisierung kupferbasierter Leitungen, das so genannte Vectoring.“ Das Breitbandkabel sei ein wichtiger Standortvorteil für Privathaushalte ebenso wie für Gewerbebetriebe. „Das Glasfasernetz wird in Zukunft den Maßstab setzen für die Übertragung großer Datenmengen in hoher Geschwindigkeit“, sagt SWN-Prokurist Dirk Sasson.

Im Februar 2014 startete die Erschließung des Kreises Steinburg mit dem schnellen Internet. Seitdem wurden 61 von 98 Gemeinden verkabelt. Rund 5500 Kunden nutzen in Steinburg inzwischen das Glasfasernetz als Internet-, Telefon- und TV-Zugang. Mehr als doppelt so viele haben Verträge mit den SWN geschlossen und werden nach Abschluss der Bauarbeiten in ihren Gemeinden an das schnelle Internet angeschlossen. Projektleiter Frank Wendtland: „Der Kreis Steinburg ist inzwischen zu zwei Drittel mit dem schnellen Glasfasernetz ausgebaut. Zehn von insgesamt 22 Aktionsgebieten sind bautechnisch abgeschlossen. „Damit liegen wir sehr gut in unserer Zielsetzung, alle 98 Gemeinden des Zweckverbandes mit dem schnellen Internet zu versorgen.“

Die präzise Verlegung der Leitungen erläuterte Heiner Schwartz von der Leitungsbaufirma Lüba aus Lehrte. Dabei wird modernste Technik eingesetzt, um das Leerrohr punktgenau mittig eines eineinhalb Meter breiten Korridors unterhalb der Stör zu verlegen. Der Bohrkopf wird von Land aus gesteuert und kann in der Neigung entweder nach oben oder unten, geradeaus, nach links oder rechts gelenkt werden. Seine Kollegen Daniel Wunsch und Ringo Fehlandt halten die Technik genau in der Spur.

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