Kommunikation : Glasfaserausbau geht weiter

Unterschriften für die weiteren Glasfasergebiete im Kreis Steinburg: (vorne v.li.) Dirk Sasson, Ernst-Wilhelm Mohrdiek, (hinten v.li.) Henning Rathjen und Peter Labendowicz.
Unterschriften für die weiteren Glasfasergebiete im Kreis Steinburg: (vorne v.li.) Dirk Sasson, Ernst-Wilhelm Mohrdiek, (hinten v.li.) Henning Rathjen und Peter Labendowicz.

Gestern war Vertragsunterzeichnung für drei Ämter und die Stadt Wilster.

23-524760_23-93310626_1510758813.JPG von
14. Juni 2015, 08:15 Uhr

„Dies ist ein historisches Datum“, sagte Kreispräsident Peter Labendowicz als gestern Vormittag im historischen Kreistagssaal die Vertragsunterzeichnung zwischen dem Zeckverband Breitbandversorgung Steinburg (ZVBS) und den Stadtwerken Neumünster (SWN) für den schnellen Internetausbau in den Amtsbereichen Horst-Herzhorn, Krempermarsch, Wilstermarsch und der Stadt Wilster erfolgte. Verbandsvorsteher Ernst-Wilhelm Mohrdiek und Stadtwerke-Prokurist Dirk Sasson besiegelten mit der Signatur die Zusammenarbeit, die bereits in acht Ausbaugebieten des Kreises mit Erfolg gekrönt ist.

Dabei sah es für Horst-Herzhorn, Krempermarsch, Wilstermarsch und Wilster anfangs gar nicht so rosig aus. „Die erste Ausschreibung war ein Desaster“, so Labendowicz. Doch nun sei es gelungen, auch dort die Möglichkeit der Breitbandversorgung anzubieten. Der Zweckverband hatte im März nach der Ausschreibung mit einem Investitionsvolumen von rund 38 Millionen Euro beschlossen, den Stadtwerken Neumünster den Zuschlag zu erteilen. Weitere fünf Millionen Euro werden die SWN als Investitionsmittel aufbringen.

In insgesamt 34 Gemeinden der drei Ämter werden in nächster Zeit die SWN über ihr Angebot für den Anschluss an das schnelle Internet in Informationsveranstaltungen und zu bestimmten Servicezeiten informieren. Starten wird der Ausbau im Amt Horst-Herzhorn in der Gemeinde Horst, schon in der nächsten Woche beginnen die Vorbereitungen. Je nach Baufortschritt und Wetterlage rechnet Dirk Sasson, dass im ersten Quartal 2016 Horster Einwohner rasant durchs Internet surfen können. „Wir freuen uns natürlich, dass wir jetzt dran sind“, meinte Ernst-Wilhelm Mohrdiek, der auch Horster Bürgermeister ist. „Unsere Bürger warten darauf“, betonte er. Die Breitbandversorgung bedeute für den ländlichen Raum erhebliche Wettbewerbsvorteile – und damit Perspektiven vor dem Hintergrund des demografischen Wandels, junge Familien für die Gemeinden zu begeistern und auch Unternehmen für den Standort zu gewinnen beziehungsweise am Ort zu halten. Diese positive Erfahrung macht bereits die Gemeinde Fitzbek, erzählte Henning Rathjen, der als ehemaliger Zweckverbandsvorsteher die Breitbandversorgung im Kreis Steinburg auf den Weg gebracht hatte und bei der gestrigen Unterzeichnung der weiteren Gebiete dabei war. Seinem Engagement zollte Kreispräsident Peter Labendowcz dann auch besonderen Respekt. „Da wo wir jetzt stehen, stünden wir nicht, wenn wir Sie nicht hätten“, sagte Labendowicz. Henning Rathjen erwiderte, dass das nur deswegen so geklappt habe, „weil etwa 100 Gemeinden mitmachen und wir ein sehr gutes Team haben“. Jetzt sei Schluss mit der alten Floskel „Kreis Steinzeit“, der Kreis Steinburg werde nach dem Ausbau in allen Gemeinden fast flächendeckend Glasfasernetz bieten – so weit sei noch kein anderer Kreis in Schleswig-Holstein. Das Ganze könne aber nur funktionieren, wenn die Gemeinden und die Bürger mitmachen. Bis Ende des Jahres 2018 soll allen über 30  000 Bürgern in den 34 Gemeinden das Angebot unterbreitet worden sein, sich an die innovative Technik anschließen zu können, fügte Mohrdiek hinzu.

Das Glasfasernetz verbleibt übrigens im Eigentum des Zweckverbandes. Mohrdiek: „Damit gehört es den Gemeinden und den Bürgern und ist ein echtes Bürgernetz.“

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen