Breitbandversorgung : Glasfaser: Hilfe bei den Formularen

Helfen den Bürgern beim Ausfüllen der Fragebögen: (von links) Wolfgang Glißmann, Dr. Henning Brunk und Felix Brunk.
Helfen den Bürgern beim Ausfüllen der Fragebögen: (von links) Wolfgang Glißmann, Dr. Henning Brunk und Felix Brunk.

Dr. Henning Brunk und Felix Brunk kommen in die Haushalte und helfen beim Ausfüllen der Bürgerbefragung „Breitbandversorgung“

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22. Juli 2014, 11:45 Uhr

So manche Rentner fragen sich, wozu sie noch ein schnelles Internet brauchen und damit ein Glasfaserkabel vor ihrer Haustür. Herzhorns Bürgermeister Wolfgang Glißmann hat die Antwort: „Damit ihre Immobilie verkaufbar bleibt.“ Ob für die Senioren selbst oder für ihre Erben.

Mit großem Aufwand wirbt die Gemeinde Herzhorn jetzt bei ihren Bürgern und bei denen aus der Engelbrechtschen Wildnis für den Anschluss an die Zukunft. Die Bürger haben bereits Post bekommen oder bekommen sie noch. Es geht um eine Bürgerbefragung (wir berichteten). Alle 491 Haushalte werden zum Thema Breitband befragt und damit, ob sie einen schnellen Zugang zur Technik benötigen.

Die Fragebögen scheinen auf den ersten Blick schwierig, zumindest für Menschen, die mit dem Thema nicht vertraut sind. Sie bekommen Hilfe von Herzhorner Bürgern. Dr. Henning Brunk (62) und sein Sohn Felix Brunk (30) bieten Hausbesuche in Herzhorn und in der Engelbrechtschen Wildnis an und helfen beim Ausfüllen der Fragebögen. „Ich bin telefonisch ständig erreichbar“, sagt Dr. Brunk, der auch für seinen Sohn die Termine mitsammelt. Der studierte Schiffsmaschinenbauer ist unter 01735134820 erreichbar.

Weiterhin wollen die beiden Brunks gemeinsam mit Bürgermeister Glißmann und weiteren Gemeindevertretern auf einem Info-Stand auf dem Herzhorner Kringelmarkt am Montag, 28. Juli ab 14 Uhr auf dem Markt präsent sein.

Wolfgang Glißmann ist es sehr wichtig, die Bürger für das Thema zu sensibilisieren. „Herzhorn ist extrem schlecht versorgt“, sagt der 57-Jährige zum Thema schnelles Internet. Er selbst nutzt zu Hause zurzeit eine Mobilfunktechnologie. „Herzhorn ist ein großes schwarzes Loch, das gefüllt werden muss.“

Wer heute beruflich auf das Internet angewiesen ist, hat in Herzhorn oft ein Problem. Dr. Hennig Brunk hat erlebt, dass sich eine junge Familie im Dorf ansiedeln wollte. Der Ehemann nahm Abstand, als er von der schlechten Verbindung hörte.

Der erste Schritt ist jetzt die Umfrage, die im gesamten Amtsgebiet Horst-Herzhorn läuft sowie in den Ämtern Wilstermarsch und Krempermarsch. Gemeinsam mit dem Zweckverband „Breitbandversorgung Steinburg“ soll als zweiter Schritt die Ausschreibung auf den Weg gebracht werden.

Doch dafür brauchen die Gemeinden ein Interesse von 60 Prozent der Bürger. „Das ist die magische Grenze“, sagt Bürgermeister Glißmann. Insgesamt werden per Postwurfsendung rund 30 000 Einwohner der drei Ämter angeschrieben. Ermittelt werden soll dabei unter anderem, wie gut oder schlecht die Versorgung derzeit in den einzelnen Dörfern und Städten ist. Die beiden Brunks und andere helfen dann Fragen zu klären, zum Beispiel die vorhandene Downloadgeschwindigkeit der Internetanschlüsse ist. Deshalb auch die Hausbesuche. Die tatsächlich erreichte Breitbandgeschwindigkeit lässt sich für jeden einzelnen Breitbandanschluss durch eine Messung, den so genannten Speedtest (Geschwindigkeitstest), ermitteln.

Glißmann: „Für uns ist es wichtig, dass wir die Bürger auf das Thema Breitband vorbereiten“ und dafür würden die Mitglieder zweier Arbeitsgruppen auch „Klinken putzen“. In der Herzhorner Arbeitsgruppe sind aktiv: Wolfgang Glißmann, Dr. Henning Brunk, Felix Brunk, Manfred Will und Michael Voß. In der AG Engelbrechtsche Wildnis sind es die Gemeindevertreter Thorsten Nagel und Kai Schawe.

Die Umfrage ist unterteilt in private und gewerbliche Nutzung. Die Antworten sollten bis 15. August zurückgeschickt werden. Wolfgang Glißmann bietet an, dass diese Bögen auch beim Info-Stand auf dem Kringelmarkt bei ihm abgegeben werden können. Sie müssen nicht vollständig beantwortet werden.

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