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Norddeutsche Rundschau

18. August 2017 | 13:19 Uhr

Borsfleth : Glasfaser auch für Außengebiete

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Die Borsflether fürchten, dass sie nicht an das schnelle Internet angeschlossen werden – der Breitband-Zweckverbandsvorsteher gibt aber Entwarnung.

Kein schnelles Internet für Borsflether Außengebiete? Diese Befürchtung äußerten einige Bürger der Gemeinde. Doch Ernst-Wilhelm Mohrdiek, Vorsitzender des Zweckverbandes Breitband Steinburg, beruhigt: Alle Außengebiete im Kreis werden mit Glasfaseranschlüssen versorgt. Allerdings werde in der Gemeinde Borsfleth zunächst das Kerngebiet mit Breitband erschlossen. Je nach Baukapazitäten gehe es dann weiter in den Außenbereichen. „Das entscheiden wir im Einzelfall.“

Dierk Matalewski ist einer derjenigen, die unbedingt einen Glasfaseranschluss haben wollen. „Breitband ist die Zukunft“, sagt der Familienvater. „Sonst sind wir hier abgehängt.“ Der 59-jährige Elektrotechniker lebt am Altendeich. Nicht nur privat sei der Anschluss wichtig. Er selbst kennt einige, die inzwischen auf eine schnelle Leitung angewiesen sind, weil sie beruflich von zu Hause aus arbeiten.

Matalewski hoffte bereits im vergangenen Jahr auf schnelles Internet. Denn er wohnt am Ende des Blomeweges, der zur Blomeschen Wildnis gehört. Allerdings liegt das Haus ein Stück entfernt von der Bundesstraße. „Wir waren damals schon mit eingeplant“, sagt Matalewski. Doch dann hieß es, es sei nicht das richtige Gebiet – Borsflether seien noch nicht dran. „Bis zum Ortsschild liegen schon Leerrohre.“

Dierk Matalewski ist überzeugt vom Glasfaseranschluss. Deshalb hat er auf Bitten von Bürgermeister Peter Mohr auch Werbung für die Anschlüsse gemacht. Der 59-Jährige ging in seiner Nachbarschaft von Haus zu Haus. Er erlebte aufgeschlossene Nachbarn. Ihnen erklärte er, dass es sich um ein Netz handle, welches den Bürgern gehöre. „Es gehört dem Zweckverband, die Stadtwerke Neumünster betreiben es nur.“

Der Zweckverband legt aus wirtschaftlichen Überlegungen in den Orten fest, welche Gebäude zum Kerngebiet gehören. Und auch, wann Außengebiete erschlossen werden. Und Borsfleth hat einige Außengebiete, so Borsfleth Wisch, welches am Deich entlang führt, und auch Eltersdorf. Ein großes Interesse am Breitband hat auch Bürgermeister Peter Mohr. Auch er hätte gerne alle Haushalte angeschlossen. Doch: „Darüber entscheidet der Zweckverband, der ist Bauherr. Die Stadtwerke Neumünster sind nur Auftragnehmer.“

Ursprünglich war tatsächlich vorgesehen, nur Kerngebiete anzuschließen und aus Kostengründen keine Außenbereiche. Doch dann gab es ein neues Bundesprogramm für die Erschließung von Außengebieten, für das sich der Steinburger Zweckverband bewarb. 3,8 Millionen waren bereits fest zugesagt, doch der Zweckverband nahm das Geld nicht an. Die Gelder waren mit bestimmten Auflagen versehen, diese wollte kein potenzieller Auftragnehmer erfüllen. Deshalb entschied sich der Zweckverband aufgrund der günstigen Zinssituation zusätzliche elf Millionen Euro für den Ausbau der Außengebiete aufzunehmen. Ernst-Wilhelm Mohrdiek: „Die Gemeinden selbst sollen mit Kosten nicht belastet werden.“

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erstellt am 11.Aug.2017 | 05:00 Uhr

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