Ausgezeichnet : „Glanzlicht für das Ehrenamt“

Hoher Gast aus Kiel: Landtagspräsident Klaus Schlie zeichnet Gerd Freiwald für jahrzehntelanges Engagement aus.
Hoher Gast aus Kiel: Landtagspräsident Klaus Schlie zeichnet Gerd Freiwald für jahrzehntelanges Engagement aus.

Überraschende Ehrung für SCI-Vorsitzenden Gerd Freiwald: Landtagspräsident Klaus Schlie überreicht Urkunde.

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08. Juni 2014, 07:00 Uhr

Die Geschäftsstelle des Sport-Club Itzehoe. Gerd Freiwald ist da. Nicht ungewöhnlich, er ist immerhin der Vereinsvorsitzende. Von dem ungewöhnlichen Besuch an diesem Tag weiß er aber nichts. Da kommt er hinein: „Jetzt wundern Sie sich, Herr Freiwald“, sagt Landtagspräsident Klaus Schlie. In der Tat, zwei Fragen tauchen auf: „Haben wir irgendeinen Preis gewonnen?“ Und: „Ist hier irgendwo eine Kamera?“

Beides nicht. „Ich bin Ihretwegen hergekommen“, spricht Schlie. Denn wenn er einen Kreis bereist (wir berichteten), geht es nicht nur um Politik und Wirtschaft, sondern stets auch um „eine Persönlichkeit, die sich in besonderer Weise ehrenamtlich herausgehoben hat“. Als Kiel einen Kandidaten suchte, sei immer wieder der 62-jährige SCI-Vorsitzende genannt worden.

Zeit für Superlative: Der von Freiwald ins Leben gerufene Störlauf habe eine „grandiose Entwicklung“ genommen, sagt der Landtagspräsident. „Wenn da fast 5000 Menschen teilnehmen, ist das eine Massenbewegung geworden, eine großartige Geschichte.“ Und die Fusion von MTV und Gut Heil zum SCI: Man könne den Aufwand für das Gelingen nur erahnen, „das ist Ihnen in ganz grandioser Weise gelungen“. Wo man auch hinhöre, heiße es: „Ohne ihn wäre das nichts geworden.“ Viel pädagogisches und psychologisches Geschick gehöre dazu, sagt Schlie, früher selbst als Innenminister für den Sport zuständig.

Ungeheuer wichtig sei es, Menschen jeden Alters für den Sport zu begeistern – und Freiwald sei die „personifizierte Begeisterung für den Sport“. Er wünsche sich jede Woche drei Stunden Sport in den Schulen, eine davon als Schwimmunterricht, sagt Schlie. „Wenn das schon nicht der Fall ist, brauchen wir den Vereinssport.“ Der SCI mit seinen 5000 Mitgliedern verlangt ihm „alle Achtung“ ab, und geleitet werde er von einem „Glanzlicht für das Ehrenamt“. Sagt es, und überreicht einen Teller mit Landeswappen und eine Ehrenurkunde – „in Anerkennung des bürgerschaftlichen Engagements für die Entwicklung des regionalen Sports“, steht darauf.

Freiwald ist baff über den so beurkundeten „tiefen Dank“ des Landes: „Total gut. Mir ist ganz warm geworden.“ Doch er nehme die Ehrung stellvertretend entgegen für die 400 Helfer beim Störlauf, für den er die Verantwortung inzwischen abgegeben hat, und die vielen Mitwirkenden in der SCI-Arbeit. „Dazu gehört aber immer auch ein Motor“, sagt Schlie. Kurz werden Probleme der Vereine thematisiert wie Ganztagsschule und Bürokratie. Ohne Ehrenamt gehe es in vielen Bereichen nicht, ist man sich einig. Und Freiwald betont, was eine der wesentlichen Triebfedern für die Arbeit ist: der Spaß an der Sache.

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