zur Navigation springen

Geselligkeit : Gildetag in Krempe: Bilderbuchauftakt für das Schützenfest

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Traditionell mit Königsempfang und Fahnenschwenken startete gestern die Schützenfeier in Krempe.

von
erstellt am 30.Jun.2015 | 11:54 Uhr

Es war ein bilderbuchartiger Start in den Gildetag: Die Sonne stand hoch am Himmel, als sich Jung und Alt auf dem Marktplatz versammelten, um auf den ersten Höhepunkt des Tages, das Fahnenschwenken, zu warten. Derweil fand wie gewohnt im historischen Ratssaal der Königsempfang statt. Der letzte große Auftritt „seiner Majestät Manfred, der Schreiblustige“. Nach Fahnenschwenken und Umzug folgte am Mittag seine Entthronisierung. Schließlich stand am Nachmittag noch das Königsschießen an, bei dem am Abend die neue Majestät ermittelt und gefeiert werden sollte (Bericht folgt).

Ein traditioneller Ablauf, wie Ältermann Wolfgang Dörner beim frühmorgendlichen Empfang erklärte, der den Feierlichkeiten anderer Gilden im Land ähnele. Entstanden aus der Brand- und Wehrgilde, stehe schon lange die Geselligkeit im Vordergrund. Ein gesellschaftliches Ereignis, dessen Stellenwert auch der stellvertretende Kreispräsident Werner Schultze in einer kurzen Ansprache unterstrich. Neben ihm hieß Ältermann Dörner zahlreiche Ehrengäste – Bürgermeister aus den Umlandgemeinden, Bundes- und Landtagsabgeordnete sowie Vertreter befreundeter Gilden – beim Empfang willkommen, der auch schon mit einem besonderen Brauchtum begann: ein Glas Port und ein Eiermann, ein süßes Gebäck. Dazu erzählte der Ältermann, dass er schon lange nach der Herkunft des Ausdrucks Eiermann recherchiere – aber noch nicht herausbekommen habe, woher dieser stammte. Dann wurde angestoßen auf das Wohl der Gilde. Nach dem obligaten ersten Schluck ertönte ein „Aah.... – es lebe die Gilde!“.

Danach war es so weit: König und Gefolge verließen den Ratssaal Richtung Marktplatz. Dort bewiesen die Kremper Fahnenschwenker einmal mehr eindrucksvoll ihr Können. Zum Abschluss ebenfalls Tradition: Vier der acht Akteure warfen zeitgleich mit ihren Fahnen je eine Zitrone in die Luft, welche mit einem Dolch zerteilt werden sollte – während die Fahne wieder aufgefangen werden musste. Die Zitronen reichte ihnen in diesem Jahr der Kremper Gast Jacques Vincent aus Frankreich, begleitet von Vincent Brückmann, der die Lade mit den Zitronen trug, und Ordonanz Jens Kröger. Trotz blendenden Sonnenscheins gelang dann sogar zwei Fahnenschwenkern das erwartete Kunststück. Im Anschluss flogen Süßigkeiten auf den Marktplatz, auf die sich ebenso wie auf die Zitronenhälften die Zuschauer-Kinder begeistert stürzten.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen