Gewerkschaft will Tarifvertrag für Klinik-Tochtergesellschaft

Ziegler
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21. Dezember 2018, 12:28 Uhr

Einschreiben für das Klinikum Itzehoe. Die Gewerkschaft der Servicekräfte (GDS) fordert Krankenhausdirektor Bernhard Ziegler als Geschäftsführer der Klinikum Itzehoe DMS GmbH zu Sondierungsgesprächen auf. Das Ziel ist ein Tarifvertrag für die Tochtergesellschaft des Klinikums.

Die DMS übernimmt Dienstleistungen außerhalb des ärztlichen und pflegerischen Bereichs. Dies umfasse von Servicekräften auf der Station über Küchenmitarbeiter bis zu IT-Fachkräften eine breite Spanne, so Ziegler. Das sei nicht nur Niedriglohnsektor, sondern eine „bunte Mischung“.

Seit der Ausgliederung der Servicekräfte des Klinikums in eine GmbH sei kein Tarifvertrag verhandelt worden, sagt GDS-Sprecher René Fischer. Diesen zu fordern, sei aber das gute Recht der Beschäftigten. Die GDS sei eine kleine Gewerkschaft, aber in der DMS diejenige mit den meisten Mitgliedern und damit nach dem Tarifeinheitsgesetz zuständig für Verhandlungen. „An die 100“ Mitglieder seien es derzeit, neue Aufnahmeanträge kämen stetig: „Der Druck steigt täglich“, so Fischer.

„Mutige Kolleginnen und Kollegen“ aus dem Unternehmen hätten mit der GDS einen Entwurf für einen Tarifvertrag erarbeitet, in dem es um Arbeitsbedingungen ebenso gehe wie um die Bezahlung. „Nun ist die Zeit gekommen, diesen Entwurf in einen Vertrag umzusetzen.“

Für Ziegler ist der Vorstoß neu. Zwei große Tarifpartner habe das Klinikum bereits mit dem Marburger Bund für das ärztliche Personal und der Gewerkschaft Verdi. Wenn die Voraussetzungen gegeben seien, müsse eben mit einem dritten Partner geredet werden: „Grundsätzlich gesprächsbereit wären wir schon.“

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